Wasserkraftwerk Baldeney

Baldeneysee. Foto: RIK / Guntram Walter
Baldeneysee. Foto: RIK / Guntram Walter

Im Süden Essens liegt der größte der fünf Ruhrstauseen, der Baldeneysee. 1930 begann der Ruhrverband mit dem Bau. Ab 1932 waren im Rahmen einer Notstandsmaßnahme 100.000 Arbeitslose mit primitiven Werkzeugen an der Fertigstellung beteiligt. Ziel der Anlage war es zum einen durch Verringerung der Fließgeschwindigkeit das Absinken der Schmutzpartikel, die der Industriefluss mit sich führte, zu fördern, um das Gewässer zu reinigen. Andererseits bestand ein Interesse, neue Energiequellen zu erschließen. Am Baldeneysee staut ein dreiteiliges Stahlwalzenwehr den Fluss um neun Meter auf. Der so entstehende See fast 8,3 Millionen m³ und hat eine Oberfläche von 2,6 km³. Das im Mai 1933 in Betrieb gegangene Kraftwerk ist in das Wehr eingebaut. Es handelt sich dabei um ein Laufwasserkraftwerk. Insgesamt treiben zwei Kaplanturbinen die Generatoren mit einer Leistung von maximal je 5.000 kW ( = 10 MW) an. Dabei durchfließen pro Sekunde etwa 75 m³ Wasser jede Turbine. Eine dritte Pumpturbine kann je nach Bedarf 8 m³ Wasser pro Sekunde von unterhalb des Wehres zurück in den See pumpen. Gleichzeitig ist diese Maschine als zusätzliche Turbine zur Erzeugung von zusätzlichen 1000 kW Strom einsetzbar. 

 

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Kontakt & Infos

Baldeneysee
Weiße Flotte Baldeney GmbH
Hardenbergufer 379
45239 Essen-Werden
RWE Innogy
Wasserkraftwerk Baldeney
Hardenbergufer am Baldeneysee
Freiherr-Vom-Stein-Straße 48
45133 Essen
Besichtigungsmöglichkeiten:
Juni bis September: So 11-16 Uhr

ÖPNV

Vom  S-Bahnhof „Essen-Werden“ 15 Min. Fußweg