Siedlung Vogelsang

Siedlung Vogelsang. Foto: RIK/ Guntram Walter
Siedlung Vogelsang. Foto: RIK/ Guntram Walter

Als die Gewerkschaft der ehemaligen Zeche Sachsen in Heessen 1912 die erste Doppelschachtanlage abteufen ließ, war der Bau von Werkswohnungen vorprogrammiert. Auf den Zuzug neuer Arbeitskräfte war der damalige Wohnungsmarkt nicht eingestellt. Innerhalb von zehn Jahren ließ die Gewerkschaft drei nebeneinander liegende Siedlungen bauen.

Die erste, die "Alte Kolonie" zwischen 1912 und 1923 gebaut, grenzt an das nördliche Betriebsgelände im Bereich Bockelweg und Am Hämschen. Die Planung hatte der renommierte Essener Architekt Alfred Fischer übernommen, der auch die Übertagebauten des Bergwerks entworfen hatte. Konzipiert ist die Siedlung als gartenstadtähnliche Anlage mit eineinanhalbgeschossigen Häusern und großen Gärten für jeweils eine bis zwei Familien.

Noch während des Ersten Weltkrieges wurde mit dem Bau einer zweiten, der "Neuen Kolonie" begonnen, die in der Zeit von 1916 bis 1920 als Gartenstadt-Siedlung im westlichen Bereich von Heessen zwischen Mansfeldstraße und August-Schüttken-Weg entstand. Während nach der Privatisierung beider Siedlungen die Gestaltung von Häusern und Umfeld von den heutigen Bewohnern stark geprägt ist, hat die dritte Kolonie „Vogelsang“ ihren ursprünglichen Charakter am ehesten bewahrt.

Eine sorgfältige Restaurierung hat erheblich dazu beigetragen, dass "Vogelsang" heute ein eher seltenes Beispiel einer geschlossenen Arbeitersiedlung aus den frühen 1920er Jahren darstellt. Zwischen "Alter" und "Neuer Kolonie" gelegen, entstand sie in den Jahren 1920 und 1921. 

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Kontakt & Infos

Siedlungen Vogelsang
Vogelsang
59073 Hamm-Heessen

ÖPNV

Vom Bahnhof Hamm ("Hbf./Willy-Brandt-Platz") mit Bus 11 oder 12 bis "Vogelsang"