Vittinghoff-Siedlung

Vittinghoff-Siedlung. Foto: RIK / R. Budde

Die Vittinghoff-Siedlung wurde 1926-28 von dem Gelsenkirchener Architekten Alfons Fels für die gemeinnützige Baugenossenschaft Mark errichtet. Die in der Weimarer Republik immer zahlreicher werdenden Genossenschaften repräsentieren die Suche nach neuen Wegen für die kostengünstige Organisation des Wohnungsbaus. Ursprünglich von der katholischen Kirche geplant, ging die Ausführung an die ihr nahestehende Genossenschaft. Die ehemaligen Grundstückseigentümer, die Familie von Vittinghoff-Schell, gaben dem Komplex von kostengünstigen Kleinwohnungen den Namen. Vier L-förmige, flachgedeckte Baukörper gruppieren sich um einen Innenhof von 40 X 120 Metern. Die zwei- bis viergeschossigen Blocks sind durch die Eingänge, Treppenhäuser und Balkone sowie Arkaden an den Kopfbauten zur Wilhelminenstraße horizontal und vertikal gegliedert. Sämtliche Wohnräume mit ihren Loggien sind zum begrünten Innenhof ausgerichtet und bestimmen bis heute den überdurchschnittlichen Wohnwert. Die Siedlung ist das einzige Beispiel einer kubistisch beeinflussten Architektur im Ruhrgebiet und steht seit 1989 unter Denkmalschutz. Nach Zerstörungen 1950 wieder hergestellt , wurde sie zuletzt 2010/11 grundlegend modernisiert.

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Kontakt & Infos

Vittinghoff-Siedlung
Wilhelminenstraße/Grillostraße/Vittighoff-Siedlung
45881 Gelsenkirchen-Schalke

ÖPNV

Von Gelsenkirchen Hbf mit Bus 383 bis „Herzogstraße“