Villa Baare

Villa Baare. Foto: RIK / R. Budde

Die Villa Baare wurde 1888 vom Bochumer Verein für Bergbau und Gußstahlfabrikation für den damaligen Generaldirektor Louis Baare (1821-1897) und seine Familie errichtet. Baare war in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts der bedeutendste Bochumer und einer der führenden Industriellen des Ruhrgebiets. Er gilt zudem als einflussreicher Wirtschafts- und Sozialpolitiker. Ein Vierteljahrhundert lang war er Präsident der Bochumer Industrie- und Handelskammer.

Baare ergänzte die ihm geschenkte, von einem schönen Park umgebene Villa durch ein großes Wirtschaftsgebäude. Sein Sohn und Nachfolger als Generaldirektor Friedrich (Fritz) Baare (1855-1917) ließ das bis dahin recht schlichte spätklassizistische Haus im Jahre 1903 durch einen Turm und Anbauten erweitern. Mit seiner Vielzahl von Terrassen, Erkern und anderen Ausbauten ist es ein typisches, der Natur zugewandtes Landhaus.

Das Innere wurde vollkommen umgebaut und im Stile englischer Landhäuser eingerichtet. Besonders ungewöhnlich sind einige im Dachgeschoß eingerichtete Wohnräume mit aufwendigen Stuckdecken.

Vermutlich nach dem Tod Baares 1917 fiel das Anwesen zurück an das Unternehmen und wurde seiner Frau als Wohnsitz überlassen. Die aus der bekannten Bochumer Familie Heintzmann stammende Hedwig Baare war in zahlreichen sozialen Einrichtungen der Wohlfahrtspflege engagiert. Sie bewohnte das Haus bis zu dessen Beschlagnahmung im Jahr 1945. Nach der Freigabe durch die Alliierten beherbergte es ein Kinder-Kurheim. 1974 wurde es von der Firma an die Stadt Wattenscheid verkauft, die es dem Waldorf-Schulverein zur Nutzung überließ. 

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