Villa Bönnhoff

Die Villa Bönnhoff. Foto: RIK/Reinhold Budde
Die Villa Bönnhoff. Foto: RIK/Reinhold Budde

In der Nähe des Bahnhofs Wetter befindet sich die Unternehmervilla des Gießereibesitzers Carl Bönnhoff. Er ließ unmittelbar nach der Wende zum 20. Jahrhundert auf dem steilen Hanggelände östlich der Straße nach Witten eine aufwändige Villa errichten, die heute wegen des dichten Bewuchses von der Straße aus kaum erkennbar ist. Der Architekt Rudolf Plies aus Elberfeld erarbeitete die Pläne für den mächtigen, im Jahre 1901/02 erstellten Bau.

An der Abschlussmauer zur Straße beginnt die steile Treppenanlage, die zur Eingangsloggia der Villa hinaufführt. Die repräsentative, dem Ruhrtal zugewandte, Seite des Gebäudes ist mit hellem Ruhrsandstein verkleidet. Das Zentrum bildet ein Risalit mit abschließendem Giebel, an der Nordecke befindet sich ein polygonaler Turm mit hoher Turmlaterne. Gestaltung und Ornamentik des Baus sind weitgehend der „deutschen“ Renaissance entlehnt. Im Innern sind vor allem der mit verschiedenfarbigem Stuckmarmor ausgekleidete Flur und das Treppenhaus bemerkenswert. 

Zwischen 1976 und 2007 diente die Villa als städtisches Jugendzentrum. Danach wurde sie an einen privaten Investor verkauft, der das Gebäude aufwändig sanierte und ihm dadurch sein ursprüngliches Aussehen wiedergab. 2009 eröffnete in der Villa das „Café Bonheur“, in dem heute sowohl Wechselausstellungen präsentiert werden als auch Lesungen und Konzerte stattfinden.

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Kontakt & Infos

Villa Bönnhoff
Kaiserstraße 51
58300 Wetter

ÖPNV

Vom Bahnhof Wetter (Ruhr) ca. fünf Minuten Fußweg