Villa Cuno

Villa Cuno. Foto: RIK / R. Budde
Villa Cuno. Foto: RIK / R. Budde

Im Auftrag von Karl Ernst Osthaus entwarf und errichtete Peter Behrens die Villa, die als Wohnsitz des Hagener Oberbürgermeisters Willi Cuno dienen sollte. Behrens hatte bereits den Bebauungsplan für diesen Teil der geplanten Gartenstadt "Hohenhagen" erstellt; das spitzwinklige Baugrundstück lag an der Einmündung der Strasse Stirnband.

Die Wirkung des Hauses konzentriert sich auf die raffiniert abgestufte Fassade, die durch einen leicht vorgewölbter, durch Pfeilerrippen gegliederten und im Dach zylindrisch fortgesetzten Treppenhausturm in zwei Teile geschieden wird. Der Eingang liegt in einem hohen Bruchsteinsockel; es folgt ein verputzter Fensterstreifen und darauf das leicht vorkragende, dunkel abgesetzte Obergeschoß, das auf jeder Fassadenseite drei quadratische Fensteröffnungen besitzt. Ein flaches, verschiefertes Walmdach schließt den allseitig kubisch strengen Baukörper.

Das von der zentralen Treppenhalle mit der geschwungenen Treppe dominierte Innere ist schmucklos-modern und wirkt durch Materialien und Eleganz der Proportionen. Die das Grundstück umgebende Mauer betont durch ein ebenfalls von Behrens gestaltetes schmiedeeisernes Tor die Symmetrie der Anlage.

Nach sorgfältiger Sanierung in den 1990er Jahren wird das Haus heute als Kindertagesstätte genutzt. 

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Kontakt & Infos

Städt. Kindergarten Cuno-Villa
Haßleyer Str. 35
58093 Hagen-Eppenhausen
Telefon: +49 (0) 2331 / 58725-3

ÖPNV

Von Hagen Hbf ZOB (Bussteig 3) mit Bus 527, von Hohenlimburg Bf. mit Bus 534 bis "Stirnband"  

Tipps

Ebenfalls an Willi Cuno erinnern in Hagen die Cuno-Siedlung in kompromisslos moderner Backsteinarchitektur sowie in Herdecke das nach Cuno benannte Kraftwerk.