Villa Emil Hoesch

Villa Emil Hoesch. Foto: RIK / R. Budde
Villa Emil Hoesch. Foto: RIK / R. Budde

Nachdem der Hagener Unternehmer Emil Hoesch bereits 1918/19 den Bau eines kleineren Landhauses nach Plänen von Walter Gropius ins Auge gefasst hatte, kaufte er nach dem Tod von Karl Ernst Osthaus 1921 aus dessen Besitz ein größeres Areal und ließ dafür von Henry van de Velde ein Wohnhaus entwerfen. Die bereits begonnenen Bauarbeiten unter Leitung des Hagener Architekten Keydel wurden jedoch abgebrochen, und Hoesch ließ 1925 von dem bekannten Kölner Villenarchitekten Theodor Merrill einen neuen Entwurf erstellen, der in der Folge realisiert wurde. Das schlichte, weiß verputzt zweigeschossige Haupthaus mit hohem Walmdach ist dabei über einen schräggestellten Torbau mit einem kleineren Wirtschaftsflügel verbunden. Wohl aus Kostengründen wurde etwa auf Turmaufsätze verzichtet.

Emil Hoesch (1859-1928), der aus einem in der Papierindustrie aktiven Zweig der bekannten Dürener Unternehmerfamilie stammte, war einer der Teilhaber bei der Gründung der Papierfabrik Kabel bei Hagen im Jahre 1896, die den Massenbedarf von Zeitungspapier decken sollte. 1904 wurde ein weiterer Betrieb in Düsseldorf-Reisholz gegründet; Firmenübernahmen folgten. 1911 wurde das Hagener Unternehmen jedoch unter Leitung Emil Hoeschs wieder verselbständigt. Kurz nach dem Bau des Hauses übergab der fast siebzigjährige Unternehmer im Jahre 1927 die Leitung der Firma an seinen Sohn Hans Eberhard und starb kurz darauf. 1959 wurde die Papierfabrik Kabel an den Feldmühle-Konzern verkauft und ist über mehrere Stationen heute unter der Bezeichnung Stora Enso Kabel in skandinavischem Besitz.

Die als "überaus repräsentativ" beschriebene Villa dient heute als Sitz des Wirtschaftsverbandes Stahl- und Metallverarbeitung (WSM). 

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Kontakt & Infos

Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V. (WSM)
Goldene Pforte 1
58093 Hagen-Eppenhausen

ÖPNV

Von Hagen Hbf ZOB mit Bus 527, von Hohenlimburg Bf. mit Bus 534 bis "Stirnband