Villa Friedrich Lohmann sen.

Villa Friedrich Lohmann sen. Foto: RIK/Reinhold Budde
Villa Friedrich Lohmann sen. Foto: RIK/Reinhold Budde

Die klassizistische Villa liegt im früheren Park des von der Familie Lohmann als Fabrik und Wohnhaus genutzten Haus Berge zu Witten, genannt Haus Witten. Der Park ist seit 1956 Eigentum der Stadt und heute Teil des Wittener Stadtparks. Hier befand sich zunächst das Anwesen Carl Lohmanns (1803-1848), der nicht in die Leitung des Familienbetriebs eingetreten war, sondern auf der Grundlage seiner geerbten Einkünfte künstlerischen und „touristischen“ Neigungen folgte. Nach seinem Tod ging der Besitz an seinen ältesten Neffen, Friedrich Lohmann sen. (1810-1893) über. Später lebte hier dessen jüngster Sohn Max (1855-1944).

Der 1868 von Friedrich Lohmann sen. errichtete, zweigeschossige Bau auf fast quadratischem Grundriss besitzt sorgfältig detaillierte, feingliedrige Sandsteinfassaden, die jeweils symmetrisch aufgebaut sind. Eine Besonderheit stellen die zu Paaren verbundenen Fenster dar. Der Bau wurde im Zweiten Weltkrieg bis auf die Außenmauern zerstört und erst 1962 für die Volkshochschule in reduzierter Form wieder aufgebaut. Zwischenzeitlich wurde die Villa Lohmann auch vom städtischen Standesamt genutzt. Ende 2010 hat die Stadt Witten das Gebäude an einen privaten Investor verkauft, der es auch zu gewerblichen Zwecken nutzt. 

Die Gestaltung des umliegenden Parks nimmt Bezug auf die Architektur des Gebäudes. Wichtige Bereiche des repräsentativen Pflanzenbestandes sind noch erhalten. Der auf dem Hügel befindliche Helenenturm wurde zum Gedenken an die jüngste Schwester Friedrich Lohmann sen., Helene Lohmann, 1858 errichtet. Im Park befindet sich auch die Grablege der Lohmanns.

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Kontakt & Infos

Villa Lohmann
Ruhrstraße 91
58452 Witten

ÖPNV

Von Witten Hbf ca. fünf Minuten Fußweg oder mit Bus 320, 371, 375, 376 oder 378 bis „Saalbau“