Villen Am Stirnband / "Lauwericksbauten"

Villa Am Stirnband. Foto: RIK / R. Budde
Villa Am Stirnband. Foto: RIK / R. Budde

Auftraggeber für Entwurf und Ausführung der Künstlerko- lonie "Am Stirnband" im Zentrum der geplanten Gartenstadt Hohenhagen war Karl Ernst Osthaus. Er ließ die sehr unterschiedlichen Bauten von dem 1909 nach Hagen berufenen Holländer Jan Ludovicus Mathieu Lauwericks in den darauffolgenden Jahren entwerfen.

Kennzeichend für alle Häuser ist das Zusammenspiel von Backstein, groben Muschelkalkelementen und oftmals in Mansardform ausgebildeten Schieferdächern. In dem nach ihr benannten "Milly-Steger-Haus" (Nr. 48) lebte und arbeitete die Bildhauerin mehrere Jahre. Außen trägt eine von ihr gestaltete Sandsteinkaryatide einen kleinen Eckbalkon.

Haus Nr. 38 war das Wohn- und Ateliergebäude des vor allem durch seine Glasgemälde bekannten Johan Thorn Prikker; in mehreren Häusern befinden sich von ihm ornamentale Ausmalungen. Das Thorn-Prikker-Haus wurde 2007/2008 in Anlehnung an den ursprünglichen Zustand für eine Nutzung als Architekturbüro und Ausstellungsbau saniert. Dabei wurden die originalen Ausmalungen ergänzt und das Atelier wiederhergestellt.

Bei der Gestaltung der Häuser, ihrer Details und Grundrisse beschäftigte sich Lauwericks mit in vielen Variationen aus geometrischen Formen entwickelten Ornamenten. Eine große Rolle spielen dabei die schmiedeeisernen Geländer und Fenstergitter. Themen wie Raster, Rapports und Proportionsstudien finden sich. Sie alle sind wichtige, direkte Vorläufer der modernen Bewegung nach dem Ersten Weltkrieg, die deren Suche nach abstrakten Schönheitsidealen fortsetzten.

Auch die Gärten folgten einer übergreifenden, immer variierten geometrischen Gestaltung. 

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Kontakt & Infos

Villen Am Stirnband / "Lauwericksbauten"
Stirnband 38-54
58093 Hagen-Eppenhausen

ÖPNV

Von Hagen Hbf ZOB (Bussteig 3) mit Bus 527, von Hohenlimburg Bf. mit Bus 534 bis "Stirnband"