Brennerei Saure

Brennerei Saure. Foto. Gabriele Harzheim
Brennerei Saure. Foto. Gabriele Harzheim

Sie ist architektonisch ein kleines "industrielles Schmuckstück", die alte Kornbrennerei Saure auf der Elberfelder Straße in Gevelsberg. Der ehemalige Brennereibetrieb besteht aus dem 1888 errichteten Produktionsgebäude, dem Pferdestall sowie dem zweieinhalb geschossigen Schieferhaus, Wohngebäude und Wirtshaus der Kornbrennerei.

Es wurde wahrscheinlich 1843 erbaut, allerdings ist im Urkataster bereits ein Vorgängerbau an diesem Standort eingetragen. Auch heute noch kann man hier eine Mahlzeit einnehmen. Die Brennerei fällt durch ihre reichgegliederte Backsteinfassade auf, z.B. durch die Rundbogenfenster und farbigen Zierziegel. Als erstes Gebäude wurde die Kornbrennerei 1983 in die Denkmalliste der Stadt Gevelsberg aufgenommen. Nach jahrelangen Bemühungen, eine adäquate Nutzung für das Gebäude zu finden, wird es nun 2009/10 in Bauträgerschaft des Verschönerungsvereins  Gevelsberg (VVG) zu einem Bürger- und Kulturzentrum umgebaut.
 
Die Brennerei Saure liegt im Bereich des "Stift", einem der historischen Kerne der heutigen Stadt Gevelsberg. Die Entstehung geht zurück auf den gewaltsamen Tod des Erzbischofs von Köln und Reichsverwesers Engelbert am 7. November 1225.

Nahe der Stelle dieses Geschehnisses wurde 1230 durch Zisterzienserinnen ein Sühnekloster gegründet, das 1577 in ein freiweltliches Damenstift umgewandelt und 1812 aufgehoben wurde. Die Stiftskirche wurde bald darauf abgebrochen, ein großer Teil der Stiftsgebäude, u.a. auch das repräsentative Stiftsamtmannshaus blieben jedoch erhalten. 

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Kontakt & Infos

Kornbrennerei
Elberfelder Str. 39
58285 Gevelsberg
Telefon: +49 (0) 2332 / 555 86-90

ÖPNV

Von Gevelsberg Hbf mit Bus 564 bis "Stupprock" oder mit Bus 556 (Mo - Sa) bis "Musikschule"