Kriemhildsmühle

Kriemhildsmühle. Foto: RIK / R. Budde
Kriemhildsmühle. Foto: RIK / R. Budde

Mitten auf der Stadtmauer von Xanten steht die Kriemhildsmühle. Im Dreißigjährigen Krieg hatte die Festung Xanten stark gelitten. Der Mauerring war teilweise zerstört, "Gesindel" drang auf die Märkte, ohne dass die Obrigkeit Zölle erheben konnte. Das Stadtsäckel wurde dadurch ziemlich geschmälert. Schließlich baute man die Stadtmauer wieder auf, doch nach dem Siebenjährigen Krieg (1756 - 1763) mussten die Türme aus Finanznot verkauft werden.

1778 erwarb der Kaufmann Gerhard Schleß den so genannten Nachtwächterturm, erneuerte die Wände und nutzte ihn zunächst als Gartenhaus. Sein Sohn Heinrich errichtete hier eine Kappenwindmühle, die bis heute arbeitet. Die Mühle ist von der Stadt Xanten an eine Bio-Bäckerei verpachtet worden, die immerhin die Hälfte ihres Mehlbedarfs über die Windkraft mahlen kann. Neben Xanten gibt es noch in Rees und in Zons Windmühlen auf Festungstürmen, die am Niederrhein wegen ihrer ungewöhnlichen Form auch Bärwindmühlen genannt werden. 

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Kontakt & Infos

Bäckerei und Bioladen Kriemhildsmühle
Bäckermeister und Windmüller (NL)
Rolf Peter Weichold
Nordwall 5
46509 Xanten
Telefon: +49 (0) 2801 / 655-6
Geöffnet zu den üblichen Geschäftszeiten
Kurse und Führungen gegen Gebühr nach Vereinbarung
Fon 028 01 | 65 56
Fax 028 01 | 9 01 87

ÖPNV

Vom Bahnhof Xanten ca. 10 Min. Fußweg 

Tipp

Kappen- bzw. Turmwindmühlen sind am Niederrhein noch relativ häufig anzutreffen. Im Hamminkelner Ortsteil Dingden kommt man an der Windmühle Nordbrock (Melkweg) vorbei. Sie wurde 1844 erbaut und war noch bis zum 2. Weltkrieg in Betrieb.