Gasometer Oberhausen

Gasometer Oberhausen. Foto: RIK/ Guntram Walter
Gasometer Oberhausen. Foto: RIK/ Guntram Walter

Mit einer Höhe von 117,5 m, einem Durchmesser von 67 m  und einem Speichervolumen von 347.000 m³ war der zwischen 1927 und 1929 erbaute "Scheiben-Gasbehälter" der größte Europas. Er diente zunächst als Zwischenspeicher für "Gichtgas", einem Abfallprodukt der Hochöfen der Gutehoffnungshütte. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Gasometer schwer beschädigt. Nach einem Brand im Jahre 1946 musste er bis auf das Fundament abgetragen werden. Danach wurde er in alter Form wieder aufgebaut und war von 1949 bis 1988 in Betrieb. Nach der Schließung des Hochofenwerkes 1978 wurde der Gasometer für die Lagerung des Koksofengases der Kokerei der benachbarten Zeche Osterfeld benutzt.

Als 1988 die Zeche und Kokerei stillgelegt wurden, wurde zunächst heftig um den Erhalt einer der größten Landmarken von Stadt und Region gerungen. Im Rahmen der "Internationalen Bauausstellung Emscher Park" gab es dann für den Gasometer eine neue "Karriere": Seit 1994 finden hier Ausstellungen, Messen, Ballett-, Theater- und Varietéabende statt. Bekannt wurde der Industriebau an der A 42 mit den Ausstellungen "Feuer und Flamme - 200 Jahre Geschichte des Ruhrgebiets". Diesen Auftakt - symbolhaft für den Strukturwandel von der schwerindustriellen zur Dienstleistungs- und Kulturregion - erlebten fast eine halbe Million Besucher. Mit insgesamt 7.000 m² Ausstellungsfläche ist er auch großen Herausforderungen gewachsen.

Wie in keinem anderen Gebäude trägt hier das Raumerlebnis zum Erfolg der Ausstellungen und Veranstaltungen bei. Der Blick in die Höhe ist ebenso imposant wie das akustische Erlebnis des metallenen Zylinders: das sieben- bis achtfache Echo im Inneren bringt die Besucher zum Staunen und bietet Künstlern sonst kaum zur Verfügung stehende Effekte. Über einen gläsernen Aufzug im Inneren des Gasometers und einen Außenfahrstuhl ist eine Aussichtsplattform auf dem Dach des Gebäudes zu erreichen. Von hier bietet sich ein Blick über das ganze westliche Ruhrgebiet. In unmittelbarer Nähe liegt die "Neue Mitte Oberhausen" mit dem Einkaufszentrum CentrO und lädt zum Shopping, Bummeln und zu kulinarischen Genüssen ein. In der Nähe befindet sich außerdem das ehemalige Werksgasthaus und frühere Lagerhaus der GHH (Peter-Behrens-Bau des LVR-Industriemuseums) sowie die angrenzende Angestelltensiedlung Grafenbusch - weitere industriegeschichtlich bedeutende Standorte, die einen Besuch lohnen. 

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Kontakt & Infos

Gasometer Oberhausen
Arenastr. 11
46047 Oberhausen

ÖPNV

Von Oberhausen Hbf ab Terminal 1 mit jedem Bus und jeder Straßenbahn bis „Neue Mitte Oberhausen”, dann 5 Minuten Fußweg 

metropolradruhr

Nächster Standort: Oberhausen Hbf.(Westausgang), 3,7 km, 18 Min.;
Oberhausen Hbf., 3,5 km, 17 Min.; Neue Mitte/CentrO, 0,9 km, 4 Min.

www.metropolradruhr.de

Öffnungszeiten und Führungen

Di-So & Fei 10-18 Uhr sowie montags in den NRW-Ferien.
Offene Führungen: Sa, So & Fei jeweils um 14 Uhr

GASTRONOMIE

Café Gasometer
Telefon: +49 (0)201.8301298
www.cultural-service.de

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