Maximilianpark

Maximilianpark. Foto: RIK / Guntram Walter
Maximilianpark. Foto: RIK / Guntram Walter

Beim Besuch des Maximilianparks stößt der Besucher noch heute auf Reste einer Zechenanlage. Tatsächlich war dieser Park bis vor zwei Jahrzehnten eine verwilderte Industriebrache mit verfallenden Zechengebäuden. Nach der bereits 1914 erfolgten Einstellung der Kohleförderung konnte sich über 60 Jahre eine artenreiche Vegetation entwickeln. Die Brache wurde zum Rückzugsgebiet für zahlreiche gefährdete Pflanzen- und Tierarten, Bäume, Sträucher und Wiesenkräuter – artenreiche und wertvolle Bereiche also, die bei einer Neuplanung des Areals geschont werden sollten.

Die erste Landesgartenschau Nordrhein-Westfalens fand 1984 auf dem Zechengelände statt. Bei ihrem Bau nach Entwürfen der Landschaftsarchitekten Reiner Martin und Wedig Pridik wurden ökologische Belange und planerische Zielsetzungen sorgsam gegeneinander abgewogen. Die Planer respektierten den von der Natur eingeleiteten Regenerationsprozess der Industrieflächen. Die innere Erschließung hielt sich weitgehend an vorgefundene Pfade. Vorhandene Vegetation sowie die Ränder wurden zur Raumbildung genutzt. Auch die Bergwerksgeschichte des Geländes floss in die Entwürfe ein. Ruinenfragmente der ehemaligen Zeche Maximilian wurden in den Park integriert und in künstlerische Instalationen einbezogen.

Als Gestaltungsgrundlage galt das konzeptionelle Leitmotiv, dem künstlich Geschaffenen natürlich Entstandenes gegenüberzustellen. So fanden die meisten Themen der gärtnerisch gestalteten Flächen ihren Gegenpol. Den Schauflächen mit Rosen, Stauden, Gräsern und Gehölzen stehen Wildwuchsflächen gegenüber. Wahrzeichen des Maximilianparks ist der Glaselefant. Diese Stahl-Glas-Konstruktion des Hammer Künstlers Horst Relleke verwandelte einen Teil der Kohlenwäsche in eine begehbare Plastik.

Nach der Landesgartenschau wurde der Maximilianpark mit einem vielfältigen Kultur- und Unterhaltungsprogramm weitergeführt. Neue Parkeinrichtungen und weitere Ausstellungsinhalte kamen hinzu. Auch in den pflanzenbestimmten Parkbereichen setzt die Natur seit 1984 in jeder Vegetationsperiode neue, reizvolle Akzente. 

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Kontakt & Infos

Maximilianpark Hamm
Alter Grenzweg 2
59071 Hamm
Telefon: +49 (0) 2381 / 98 21 0-0

Öffnungszeiten

täglich 9-21 Uhr
Okt-Mrz: 10-19 Uhr

ÖPNV

Vom Bahnhof Hamm mit Bus 1, 3, 6, 18 oder 33 bis „Maximilianpark”