Themenroute 24 - Industrienatur

Industrienatur auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen. Foto: Torsten Wellmann/Schacht 11
Industrienatur auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein. Foto: Schacht 11

Der Begriff „Industrienatur“ scheint zunächst ein Widerspruch in sich selbst zu sein. Durch die industrielle Tätigkeit wurden im Ruhrgebiet viele Flächen völlig verändert: Wo zuvor Felder, Wiesen und Äcker waren, entstanden Zechen, Bergehalden, Stahlwerke und Deponien. Schon als die Werke noch in Betrieb waren, siedelten sich hier und dort vereinzelt Pflanzen und Tiere neu an. Nach der Stilllegung eroberte die Natur dann mit rasender Geschwindigkeit die Industriebrachen.

Die besondere Mischung aus Pflanzen und Tieren, die sich an die zum Teil schwierigen Lebensbedingungen heute gut angepasst hat, nennen wir „Industrienatur“. Es gibt seltene Arten, eine farbenprächtige Blütenfülle sowie skurrile Wuchsformen zu entdecken. Die besondere Schönheit und Faszination der Brachen liegt in der eigenwilligen und ungewohnten Verbindung von Industrie-Relikten und wilder Natur. Die interessantesten dieser Flächen wurden in der Route Industrienatur zusammengefasst und erzählen Geschichten von Naturerlebnissen der besonderen Art.