Halde Großes Holz

Halde Großes Holz: Foto: RIK / Guntram Walter
Halde Großes Holz: Foto: RIK / Guntram Walter

Bis Anfang der 1970er Jahre prägten vorwiegend graue Spitzkegelhalden und nur wenig begrünte Tafelhalden viele ehemalige Bergbaustandorte des Ruhrgebiets. Zunehmend erkannte man aber, dass Halden auch neue Nutzungschancen boten: Man konnte sie in  Naherholungsgebiete verwandeln und zahlreichen Tier- und Pflanzenarten neuen Lebensraum bieten, ebenso eigneten sie sich für verschiedenste Freizeitaktivitäten aber auch als Standort für künstlerische Inszenierungen. Heute präsentieren sich viele Halden im Ruhrgebiet als attraktive Landschaftsmarken. Einem Konzept der Ruhrkohle AG folgend  wurden bei der Aufschüttung von Halden grundsätzlich Umweltbelange und Landschaftsgestaltung in die Planung einbezogen. Die Halde Großes Holz ist dafür ein Beispiel.

Sie diente seit 1962 der Entsorgung des Bergematerials der Zechen Monopol und Haus Aden. Der Name leitet sich von dem hier bis Mitte der 1970er Jahre existierenden Buchenwald ab, eben dem "Großen Holz". Zunächst wurde nur der südliche Teil der Halde, die "Adener Höhe" rekultiviert und für die Erholungsfunktion erschlossen. Mit einer Höhe von 90 m über Geländeniveau und 150 m über NN stellt sie einen der besten Aussichtspunkte des östlichen Ruhrgebiets dar und ermöglicht Ausblicke nach Dortmund, in die Lippeniederung und ins Sauerland.

Aufgrund der Stilllegung der beiden Zechen wurde das ursprünglich vorgesehene Haldenvolumen nicht mehr erreicht und es erfolgte eine neue Endgestaltung für den nördlichen Haldenbereich mit Fertigstellung Ende 2008. Nach Plänen des Landschaftsarchitekten Peter Drecker wird die Halde durch den so genannten "Korridorpark" gegliedert und für Spaziergänger und Radfahrer erschlossen. Markantes Gestaltungselement dieses Parks sind neun blaue Türme aus Stahl und Plexiglas, die in ihrer Form die Gestalt ders benachbarten Förderturms der Zeche Monopol aufnehmen.

Seit Dezember 2010  krönt eine Lichtskulptur die Haldenlandschaft Großes Holz in Bergkamen. Das rund 30 Meter hohe Objekt "Impuls" auf der Adener Höhe der Kölner Künstler Maik und Dirk Löbbert besteht aus Stahlsäulen, die mit tausenden LED-Lichtern besetzt sind. 

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Kontakt & Infos

Halde Großes Holz
Erich-Ollenhauer-Straße
59192 Bergkamen - Weddinghofen

ÖPNV

Von Kamen Bf bzw. Lünen ZOB-Hbf mit Bus R12 bis "Erich-Ollenhauer-Straße" 

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