Kokerei Hansa

Kokerei Hansa. Foto: RIK / Guntram Walter
Kokerei Hansa. Foto: RIK / Guntram Walter

Die ab 1927 nach Plänen des Architekten von Stegemann und Stein in unmittelbarer Nachbarschaft zur Zeche Hansa errichtete Grosskokerei Hansa diente der Versorgung des Hüttenwerkes der Dortmunder Union. Ihre Errichtung war Teil einer grossen Modernisierungswelle der 1926 gegründeten Vereinigten Stahlwerke AG, zu der auch die Dortmunder Union gehörte. Markant für die Kokerei Hansa ist die Trennung und Aufreihung der Koksofenbatterien und chemischen Fabrikationsanlagen in zwei "Straßen". Von 1986 bis 1992 wurde die Kokerei schrittweise stillgelegt und in Teilbereichen unter Denkmalschutz gestellt. Heute befindet sich die Anlage im Besitz der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, welche hier auch ihren Geschäftssitz hat. Aus dem Reich der Botanik haben sich in den letzen Jahren Erstankömmlinge aus Süd- und Osteuropa hier niedergelassen, wie z.B. der durchdringend nach Hustensaft riechende Alant. 

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Kontakt & Infos

Kokerei Hansa
Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur
Emscherallee 11
44369 Dortmund
Telefon: +49 (0) 231 / 93 11 22-33

ÖPNV

Von Dortmund Hbf (U-Stadtbahn-Ebene) mit Stadtbahn U47 Richtung Westerfilde bis „Parsevalstraße”, dann ca. 5 Minuten Fußweg

TIPP

Besucher können auf der Kokerei Hansa in Dortmund nicht nur dem Weg der Kohle, sondern auch dem des Regenwassers folgen. Das in der „Wassergestalt Hansa“ inszenierte Regenwassertrennsystem zeigt sich insbesondere im Bereich der weißen Straße der Kokerei: Über eine Rinne wird das Wasser zu den Kühltürmen geleitet. Die historischen Beton-Wasserbecken dienen als Sammelbecken für das Regenwasser, das von dort aus unterirdisch zur Emscher gepumpt wird. Ein Becken ist als „Wassergarten“ gestaltet. Zuvor können Besucher jedoch anhand eines hölzernen Modells im Maßstab 1:1 anschaulich erleben, wie früher auf der Kokerei Hansa auf effiziente Weise Wasser gekühlt wurde. Gestartet wurde das umfängliche Projekt im Jahr 2010. Das historische Kanalsystem der Kokerei Hansa war marode und es bedurfte einer neuen Planung, deren Ergebnis nun auf anschauliche Weise erlebbar ist. Insgesamt wurde eine Fläche von insgesamt 168.000 m² von der Abwasserkanalisation abgekoppelt, davon entfallen 129.000 m² auf das Umlagerungsbauwerk und 39.000 m² auf die Fläche der Kokerei. Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen rund 2,9 Millionen Euro.

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