Landschaftspark Hoheward

Skulpturenwald. Foto: RIK / R. Budde
Skulpturenwald. Foto: RIK / R. Budde

In der vom Bergbau geprägten "Naturlandschaft" rund um die ehemalige Zeche Ewald leben im Emscherbruch und auf den benachbarten Bergehalden unterschiedlichste Tier- und Pflanzenarten in enger Nachbarschaft.

Auf der Fläche unter dem Förderturm der Zeche Ewald winden sich die Triebe des Hopfens im Uhrzeigersinn empor. Während der Hopfen auf dem ehemaligen Zechengelände einen eher trockenen Standort besiedelt hat, bekommt er am Ufer des Ewaldsees auch schon mal nasse Füße.

Andere Arten sind da weniger anpassungsfähig und bevorzugen sonnige, warme und trockene Böden. Dazu gehören Nachtkerze, Goldrute und Schmalblätteriges Greiskraut, die auf den kargen Schotterflächen wachsen. Sie zählen zu den gebietsfremden Arten und besiedeln häufig "gestörte" Standorte, auf denen die heimische Konkurrenz weniger stark ist.

Auf den noch verbliebenen Brachflächen des Standortes Ewald hat sich neues Grün ausgebreitet. Ein Teil der Spontanvegetation ist durch die Nutzungen des Geländes schon wieder verschwunden oder durch Anpflanzung gärtnerischer Pflanzenarten ersetzt worden. Noch findet man jedoch hinter den Gebäuden farbenprächtige Stauden wie Königskerze, Schmalblättriges Weidenröschen, Gelbe Resede oder Johanniskraut. Hier und da ist auch der Sommerflieder zu sehen.

Im benachbarten Emscherbruch gedeiht eine ganz andere Pflanzengemeinschaft. Aus dem Senkungsgebiet, das durch zahlreiche Bergschäden und daraus entstandene Bodenmulden geprägt ist, hat sich überwiegend eine Art Auenwald mit Lichtungen und kleinen Gewässern entwickelt.

Auf der Halde Hoheward erleben Besucher Industrienatur pur. Dort, wo die Halde noch aufgeschüttet wird, ändert sich für Pflanzen und Tiere immer wieder das Umfeld. Viele farbenprächtige Stauden haben das Areal inzwischen erobert.

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Kontakt & Infos

Besucherzentrum Hoheward

Werner-Heisenberg-Straße 14
45699 Herten
Telefon: +49 (0) 2366 / 18 11 6-0

ÖPNV

Besucherzentrum/Zugang West: Von Wanne-Eickel Hbf bzw. Herten Mitte mit Bus SB 27 bis „Bergwerk Ewald 1/2“