Zeche Hannover I/II/V - Park Königsgrube

Zeche Hannover I/II/V. Foto: RIK / Guntram Walter
Zeche Hannover I/II/V. Foto: RIK / Guntram Walter

An der Stadtgrenze zwischen Herne und Bochum entstanden in der Mitte des 19. Jahrhunderts zweibenachbarte Zechenanlagen: Die Zeche Königsgrube in Herne förderte zwischen 1855 und 1967 Kohle. Nachdem die ehemaligen Zechengebäude nahezu vollständig abgerissen wurden, legte man hier einen Park für die benachbarten Stadtteile an. Das Bergwerk Hannover I/II/V in Bochum wurde ab 1856 als zeittypische, symmetrische Doppelförderturmanlage errichtet. 1973 wurde sie als letzte Zeche in Bochum stillgelegt. Von den Gebäuden der Zeche Hannover blieben ein Malakowturm (wegen ihres "wehrhaften" Erscheinungsbildes wurde diese Bauart der Fördertürme nach dem Fort Malakow benannt) und das Maschinenhaus mit Dampfförderturm von 1893 erhalten. Die Gebäude gehören heute zum LWL-Industriemuseum.

Hier an der Stadtgrenze zwischen Herne und Bochum läßt sich auf relativ begrenztem Raum nachvollziehen, wie sich die Landschaft des Ruhrgebietes in den vergangenen 150 Jahren gewandelt hat: Ehemalige Gehöfte zeugen noch von der bäuerlichen Kulturlandschaft, die verbliebenen Zechengebäude, Halden und Bahntrassen sind Überbleibsel der hochindustriellen Phase; Parkanlagen und Kleingärten als neue Nutzungen sowie ein Naturschutzgebiet um Bergsenkungsgewässer zeigen, wie sich in der Folge des Bergbaus das Erscheinungsbild der Landschaft abermals wandelt.

Was uns heute als Gegensatz erscheint, ist also eine Dokumentation dieses Wandels, wie er auch auf dem Erlebnispfad der Biologischen Station östliches Ruhrgebiet anschaulich nachvollzogen werden kann. 

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Kontakt & Infos

LWL-Industriemuseum Zeche Hannover
Günnigfelder Straße 251
44793 Bochum-Hordel
Telefon: +49 (0) 234 / 61 00 87-4

ÖPNV

Von Bochum Hbf oder Wanne-Eickel Hbf mit Bus 368 bis „Hannoverstraße“; von Wattenscheid-Höntrop S-Bf mit Bus 390 bis „Röhlinghauser Straße“; von Herne Bf mit Bus 390 bis „Dahlhauser Straße“ (jeweils fünf Minuten Fußweg)