Halde Schwerin

Halde Schwerin. Foto: RIK / Guntram Walter
Halde Schwerin. Foto: RIK / Guntram Walter

Die Halde Schwerin, im Quellgebiet des Deinighauser Baches gelegen, ist heute die höchste Erhebung in Castrop-Rauxel. 1993 wurde sie in einer gemeinsamen Werkstatt aus Bürgern und Planern mit maßgeblicher Beteiligung des Castrop-Rauxeler Bildhauers Jan Bormann zur ersten realisierten Landmarke im Rahmen der Internationalen Bauausstellung IBA Emscherpark umgestaltet. Das Geo-Kreuz, ein Stufenachsenkreuz als 4-fach-Dirretissima zur Sonnenuhr in den Himmelsrichtungen dient zur Orientierung in die Landschaft. Ein Ausflug zur Halde sollte auch die angrenzende Siedlung Schwerin und das Gelände der ehemaligen Zeche südlich der Bodelschwingher Straße mit einbeziehen. Die Siedlung bietet noch das weitgehend unverfälschte Bild einer Kolonie für Bergarbeiter und ihre Familien. Zwischen 1897 und 1910 errichtete die Gewerkschaft 240 Wohneinheiten für ihre Belegschaft. Unter dem Einfluss des Bergbaus wandelte sich die kleine Bauernschaft zu einem Industrieort. Das Zechengelände ist heute eine Brache mit typischer Flora und Fauna der Industrienatur.

Aufgeschüttet wurde die Halde von der Zeche Graf Schwerin, die 1875 die Kohlenförderung aufnahm. Bis 1938 entstanden vier Schächte, 1886 bereits eine Kokerei mit 60 Öfen. 1930 kam es zur Fusion mit der Bergwerksgesellschaft Glückaufsegen und 1961, vier Jahre vor der Betriebseinstellung, zum Verbund mit der Zeche Lothringen.

Wer die Halde besteigt, wird mit einem Blick über Castrop-Rauxel belohnt. Von hier aus sind auch die baulichen Relikte der ehemaligen Zeche Erin zu sehen: zum einen der in der Nähe gelegene Hammerkopfturm über Schacht 3 von 1918 und zum anderen das am Rand der Innenstadt in dem neuen Dienstleistungs- und Gewerbepark stehende Fördergerüst über Schacht 7 von 1953. 

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Kontakt & Infos

Halde Schwerin
Zur Sonnenuhr
44577 Castrop-Rauxel - Schwerin

ÖPNV

Vom Bahnhof Castrop-Rauxel Süd mit Bus 341 bis "Overbergstraße"