Rheinorange

Rheinorange, Foto: RIK/ Guntram Walter

Inmitten des Duisburger Hafengebiets, vor einem sich breit entfaltenden Industriepanorama steht senkrecht aus dem Boden emporwachsend ein monumentaler Farbkörper in der Landschaft: Fünfundzwanzig Meter hoch, sieben Meter breit, einen Meter tief, fällt der in monochromem Orange lackierte Stahlquader sofort in den Blick. "RHEINORANGE" nennt der Kölner Bildhauer Lutz Fritsch seine Skulptur, die er 1992 für diesen Ort geschaffen hat, an dem in einer großen Schleife die Ruhr in den Rhein fließt.

Die signalhafte Farbe - das sogenannte Reinorange - hat eine beabsichtigte Fernwirkung, mit der Lutz Fritsch einen kraftvollen Akzent zur bewegten Industriekulisse setzen wollte. Es ging ihm darum, "eine Farb-Form-Situation zu finden, die auf diesen vielfältigen Ort eingeht, die unterschiedlichsten Erlebnismöglichkeiten des Ortes zuläßt, auf den Ort aufmerksam macht, ihn zeigt."

"Die Linie als Ausdehnung von-nach ist bei mir immer mit leuchtender Farbe lackiert, wobei die Farbe die Form überstrahlt, d. h. die Farbe läßt die Skulptur als immaterielle Linie im Raum erscheinen, wirkt als Energie im Raum." Die strahlende Farbigkeit von "Rheinorange" verwandelt den tonnenschweren Stahlkörper in ein schwebendes Lichtzeichen.

Als Lichtstele steht dieses Werk in der mythologischen Tradition des Obelisk als dem zu Stein erstarrten Sonnenstrahl, der als Mittelpunkt von Brunnenarchitekturen auf die altägyptische Vorstellung vom Ursprung des Lebens durch die Berührung des Wassers durch das Feuer der Sonne zurückgeht. "Rheinorange" ist energetisches Zeichen, das einen historischen Ort markant besetzt, an dem mit Rhein und Ruhr nicht nur zwei Flüsse, sondern auch die Lebensadern einer Kulturlandschaft sich begegnen. 

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Kontakt & Infos

Rheinorange
Am Bört
47059 Duisburg-Neuenkamp

ÖPNV

Von Duisburg Hbf mit Bus 933 bis "Rheindeich", dann ca. 20 Minuten Fußweg