Sakralbauten

Nikolauskirche Essen-Stoppenberg. Foto: Vera Bücker

Ein vielfach unbekanntes, aber bedeutendes Kapitel der Industriekultur sind die Orte des Glaubens und der Andacht. Die Kulturlandschaft des Ruhrgebiets bietet theologisch Interessierten, Historikern und Kunsthistorikern, Einheimischen wie Touristen eine faszinierende Fülle an Sakralbauten des Industriezeitalters.

Migranten aller Epochen brachten und bringen bis heute ihren Glauben mit und wirbelten dabei die seit der Reformation statische Konfessionsstruktur zwischen Ruhr und Lippe durcheinander. Ausdruck davon war eine enorme Zunahme an Kirchenbauten beider christlicher Konfessionen vor dem Ersten Weltkrieg. So wurden in den Dörfern, die nun zu Bergbaustädten wurden, alte kleine Kirchen abgerissen und an ihre Stelle neue gebaut; teilweise wurden die alten Gebäude erweitert. Vorherrschender Baustil war hierbei die Neugotik.

In der Weimarer Zeit entstanden bemerkenswerte Neubauten u.a. im Backsteinexpressionismus. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte zwischen 1950 und 1970, der Bauboom noch einmal ein mit der Folge, dass die Route auch zahlreiche Beispiele modernen Kirchenbaus vorzuweisen hat.

Die Route umfasst auch alte und neue Synagogen sowie Gotteshäuser späterer Zuwanderer wie orthodoxe Christen und Muslime und den Hindutempel in Hamm als anschauliche Belege des Wandels zu einer multikulturellen Metropole Ruhr. Kirchentouren mit dem Fahrrad bietet echtnahdran an.

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Vorwort der Broschüre:
Sakralbauten

Alle Standorte der Route

Die Autorin

Dr. Vera Bücker (Einleitungs- und Standorttexte): Historikerin mit Schwerpunkt Neuere und mittelalterliche Geschichte und Christliche Soziallehre, historische Forschung, geführte Studientouren im Ruhrgebiet, Seminarleitung
www.echtnahdran.de