Erlöserkirche Essen

Erlöserkirche. Foto: RIK/Reinhold Budde
Erlöserkirche. Foto: RIK / R. Budde

Zu den vielfältigen gemeinnützigen Aktivitäten des Unternehmens Krupp gehörten auch Unterstützungsleistungen zum Bau neuer evangelischer Kirchen in Essen. Davon profitierten um 1900 insbesondere die evangelischen Gemeinden in Werden und in Altendorf, aber auch die Essener Altstadtgemeinde.

Der Altstadtgemeinde teilte das Unternehmen Krupp am 14. Juni 1897 mit, dass es bereit sei „ein(en) an der südlichen Ecke der Kreuzung Bismarck/Friedrich- Straße gelegene(n) Platz […] dessen Taxwert sich auf mindestens 250.000 Mark be(lief) für einen Preis von etwa 100.000 Mark (der) Gemeinde zur Verfügung (zu stellen).“ Die einzige Bedingung der Firma war, die Pläne für den Kirchenbau sollten in drei Jahren fertig gestellt sein.

Der Zeitplan konnte allerdings nicht eingehalten, weil der zunächst mit der Planung beauftragte Berliner Architekt August Orth, der bereits 1894 die Kreuzeskirche in der Essener Innenstadt geplant hatte, 1901 verstarb und der mit der Fortführung des Projektes betraute, renommierte Architekt Franz Schwechten erst 1904 seine Pläne vorlegte.

Am 31. Oktober 1906 konnte im Rahmen einer Feier, die auch von der Firma Krupp durch die Bereitstellung von 50 Fahnen und Masten unterstützt wurde, die Grundsteinlegung für das Gebäude vorgenommen werden. Im November 1909 war die Kirche im neoromanischen Stil fertig gestellt. Margarethe Krupp hatte das Geld für die Orgel gespendet, Gustav Krupp von Bohlen und Halbach der Gemeinde eine in Muschelkalk gefertigte Christusfigur nach einem Entwurf von Professor Ludwig Manzel aus Berlin geschenkt. 1937 unterstützte die Familie Krupp erneut die Kirchengemeinde durch die Schenkung von kostbaren Mosaiken für den Altarraum.

1943 wurde die Erlöserkirche durch einen Bombenangriff schwer beschädigt, so dass erst nach Instandsetzung des Gebäudes nach 1951 wieder Gottesdienste abgehalten werden konnten. In der Folgezeit mussten aber immer wieder kostspielige Sanierungsarbeiten am Gebäude und an der Orgel vorgenommen werden. Unter anderem erhielt 1957 der Soester Künstler, Innenarchitekt und Pädagoge Hugo Kükelhaus den Auftrag, den Innenraum der Kirche neu zu gestalten. Aber erst 1999 konnten die Sanierungsarbeiten durch eine weitere aufwändige Innenraumrenovierung, die durch finanzielle Unterstützung der STEAG AG und der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ermöglicht wurde, zu einem vorläufigen Abschluss gebracht werden.

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Kontakt & Infos

Ev. Erlöserkirche
Bismarckstr. / Ecke Friedrichstr,
45128 Essen
Telefon: +49 (0) 201 / 8700-6

Öffnungszeiten

nach Absprache

ÖPNV

Von Essen Hbf mit U-Stadtbahn U17, U18 oder Bus 196 bis "Bismarckplatz", dann 5 Minuten Fußweg