Heilig Geist-Kirche HA-Emst

Heilig Geist. Foto: RIK / R. Budde

Die kleinen katholischen Vorstadtgemeinden von Hagen errichteten 1926 in Emst eine Notkirche unter der Leitung von Kaplan Heinrich König, der später wegen seiner Gegnerschaft zum Nationalsozialismus als Kaplan in Gelsenkirchen verhaftet wurde und bei medizinischen Experimenten der SS ums Leben kam. Seine Behelfskirche wurde nach Fertigstellung der neuen Kirche zum Pfarrheim umgebaut und trägt nun seinen Namen.

Nach dem 2. Weltkrieg kamen schnell Überlegungen für eine „richtige“ Kirche auf, und die Gemeinde nahm Kontakt zum bedeutenden Architekten Dominikus Böhm auf, der in den Nachkriegsjahren den katholischen Kirchenbau in Deutschland maßgeblich prägte. Er schuf ein Gesamtkunstwerk inklusive vieler Gestaltungselemente der Innenausstattung. Die 1955 fertig gestellte und vom damaligen Paderborner Weihbischof Franz Hengsbach, dem späteren ersten Bischof von Essen, geweihte Kirche war sein letzter Kirchenbau.

Er entwarf eine rot verklinkerte Einraumkirche, einen rechteckigen Saalbau mit nahtlos anschließendem halbrunden Chor und einem 47 Meter hohen rundem, weithin sichtbaren Glockenturm mit einer verschieferten Dachspitze, der wegen seiner Kegelform im Volksmund „Bleistift“ genannt wird. Im Norden, gegenüber von Turm und Sakristei, schließt sich die Taufkapelle an.

Der längliche Hauptraum mit gut 15 Meter Höhe enthält als einziges Schmuckelement eine Stuckdecke, die die Feuerzungen des Pfingstfestes symbolisiert.

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Kontakt & Infos

Heilig Geist-Kirche
Willdestraße 15
58093 Hagen
Telefon: +49 (0) 2331 / 5132-9

Öffnungszeiten

nach Abprache

Kontakt:
Pfarrbüro Heilig Geist
Willdestr. 15
58093 Hagen
Fon: 02331 / 5 13 29
heiliggeist(at)pastoralverbund-hagenmitte.de

ÖPNV

Von Hagen Hbf mit Bus 518 bis "Wildestraße", dann 5 Minuten Fußweg