Krematorium HA-Delstern

Krematorium Hagen. Foto: RIK / R. Budde

Der Bau dieses ersten Krematoriums in Preußen geht auf eine Initiative des Kunstsammlers und Hagener Unternehmererben Karl Ernst Osthaus zurück. 1907 gebaut, fand hier am 16.9.1912 die erste Feuerbestattung in Preußen statt, nachdem Preußen 1911 als letzter deutscher Staat die Feuerbestattung eingeführt hatte.

Gebaut wurde das Krematorium im Auftrag des Hagener Vereins für Feuerbestattung an einem Hang oberhalb des Delsterner Friedhofes durch den Industriearchitekten Peter Behrens. Als Vorbild nahm er die mittelalterliche Florentiner Kirche San Miniato al Monte, die in einer strengen, geometrischen Formensprache gehalten ist. Diese Nüchternheit empfand man als gute architektonische Entsprechung zu dem rationalen, zweckmäßigen Denken, dass eine Verbrennung als hygienischer als die klassische Erdbestattung propagierte. Der Schornstein hat die Form eines kubischen Campanile. Die Außenwände sind verputzt; im Innern sind die Wände mit geometrischen Flächen in schwarz-weißem Marmor gefasst, in der Apsis befindet sich ein Goldmosaik von Emil Rudolf Weiss und im Giebel ein Auge Gottes.

1984 wurde der Innenraum in Anlehnung an den Originalzustand restauriert, 2002 die originale Bestuhlung wieder hergestellt.

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Kontakt & Infos

Friedhof Delstern
Am Berghang 30
58093 Hagen-Delstern

ÖPNV

Von Hagen Hbf ZOB (Bussteig 4) mit Bus 510 bis "Delstern", dann 10 Minuten Fußweg