Matthäuskirche Hagen-Eppenhausen

Foto: RIK / R. Budde

Die Kirche entstand in den 1950er Jahren nach Verhandlungen der evang-lutherischen Gemeinde Hagen mit der Stadt wegen eines Grundstückstausches in einem Neubaugebiet. Die neue Gemeinde wurde aus Teilen mehrerer bestehender Gemeinden innerhalb der evang-lutherischen Gemeinde Hagen gebildet. 1961 wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben, den die Architektengemeinschaft Hübotter, Ledeboer, Busch aus Hannover gewann. 1965 wurde die fertige Kirche eingeweiht.

Kirche und Gemeindezentrum stehen als rechteckige Gebäude rechtwinklig zueinander. Durch einen Kreuzgang sind sie mit dem Turm verbunden und bilden so einen fast quadratisches Komplex, der an ein Kloster erinnert. Der durch den Kreuzgang gebildete Innenhof öffnet sich am Turm und führt von dort einerseits mit einem geschlossenen Gang zur Kirche und andererseits mit einem überdachten Weg zum Gemeindehaus. In der Mitte des Innenhofes steht seit 1990 ein Jona-Brunnen des Hagener Künstlers und Architekten Bernhard von der Minde.

Das eigentliche Kirchengebäude liegt wegen der Hanglage 2,5 Meter tiefer als Gemeindezentrum und Innenhof und ist über eine breite, flache Treppe zu erreichen, deren kleine Betonglasfenster in der Backsteinwand von dem Künstler Rudi Vombeck stammen.

Der Eingang der Kirche liegt unter der Orgel- und Chorempore. Das Kirchenschiff selber ist ein langer, gerichteter und weitgehend schmuckloser Raum mit hohen Wänden aus Backstein. Das flache Holzdach wird von sechs Stahlbetonbalken getragen, deren Köpfe über die seitlichen Außenwände hervorragen. Die vier äußersten Balkenköpfe tragen die Symbole der vier Evangelisten. Die übrigen zwei Balkenköpfe wurden mit Symbolen der vier Elemente verziert. Der seitlich und rückwärts völlig geschlossene Altarraum erhält Licht durch ein Dachoberlicht. Der Altar ist um drei Stufen erhöht und besteht aus zwei großen Sandsteinblöcken mit einem Antependium aus Bronze und sechs bronzenen Leuchtern. Geprägt wird der Altarraum durch das Kreuz mit dem Bild des auferstandenen Christus an der Rückwand. Der Taufstein aus Sandstein steht links vor den Stufen zum Altarraum, auf der rechten Seite befindet sich die Kanzel. Diese liturgischen Elemente basieren auf Entwürfen des Hannoveraner Bildhauers Siegfried Zimmermann.

Die Schuke-Orgel von 1972 mit dem Orgelprospekt des Architekten Peter Grote befindet sich in der linken Ecke der Empore, die wegen des unsymmetrisch angeordneten Mittelganges mehr Platz bietet.

Der 50 Meter hohe Turm läuft spitz zu mit einem hölzernen Turmhelm, der mit Kupferplatten verkleidet ist. In 28 m Höhe gibt es einen Posaunenchorbalkon und eine Uhr, was an modernen Türmen eher selten ist.

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Kontakt & Infos

Matthäuskirche
Lützowstr. 120
58095 Hagen
Telefon: +49 (0) 2331 / 8297-2

ÖPNV

Von Hagen Hbf mit Bus 524 bis "Lortzingstraße"