Pauluskirche Kamen

Pauluskirche. Foto: RIK / R. Budde
Pauluskirche. Foto: RIK / R. Budde

Die evangelische Pauluskirche in Kamen hat eine lange Geschichte, die weit ins Mittelalter zurückweist. Sie war die Stadtkirche Kamens und trug den Namen St. Severin. Aus dem 12. Jahrhundert stammt noch ihr romanischer, wuchtiger Westturm aus grünem Sandstein. Seine schief stehende Dachhaube, die die Kirche zum Wahrzeichen Kamens machte und in vereinfachter Form das Logo der Stadt Kamen bildet, ist rund 200 Jahre jünger. Es heißt, dass er absichtlich mit einer Neigung gegen die vorherrschende Windrichtung gebaut worden ist.

In der Reformation, 1540, schloss sich Kamen Luthers Lehre an. Die Mehrheit wechselte um 1600 zur reformierten Konfession der Reformation. Die verbliebenen Lutheraner erhielten um 1740 eine eigene Kirche, die heutige Lutherkirche. Um 1920 schlossen sich die reformierte und die lutherische Gemeinde zusammen, und die reformierte ehemalige Severinskirche wurde in Pauluskirche umbenannt.

Das Kirchenschiff der heutigen Pauluskirche stammt aus den Jahren 1844 bis 1849, aus einer Zeit, als in Kamen die Köln-Mindener-Eisenbahn gebaut wurde, die die Voraussetzung für eine spätere Industrialisierung schuf. Diese erreichte Kamen 1874 mit dem Abteufen der Zechen Königsborn und Monopol durch ein privates Konsortium um den Essener Unternehmer und Stifter des später sog. Grillo-Theaters Friedrich Grillo. Das klassisizistische Kirchenschiff hat die Form eines Saalbaus mit drei Emporen und wurde vom Soester Baurat F.W Buchholz entworfen. Prägend ist die Holzdecke, die 1897 in Form eines Holzbalkenmosaiks neu verziert wurde und bis heute erhalten ist.

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Kontakt & Infos

Pauluskirche
Kirchplatz
59174 Kamen
Telefon: +49 (0) 2307 / 100-49

Öffnungszeiten

Zugänglichkeit nach Absprache

ÖPNV

Vom Bahnhof Kamen mit Bus R81, C22 oder C24 bis "Markt"