St. Antonius-Kirche CAS-Ickern

St. Antonius. Foto: RIK / R. Budde
St. Antonius. Foto: RIK / R. Budde

Der moderne Kirchbau ist der einzige Sakralbau des Essener Industriearchitekten Alfred Fischer, der deswegen 1996 unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Die katholische Bergarbeitergemeinde St. Antonius verdankt ihre Entstehung der Abteufung des Schachtes Ickern 1/2 ab 1910 und wuchs innerhalb von 7 Jahren auf 7600 Mitglieder in einem vormals evangelischen Dorf mit damals 600 Einwohnern. Deswegen ließ die Mutterpfarrei St. Remigius in Mengede 1911 eine Notkirche errichten und plante eine der üblichen neugotischen Kirchen. Diese Pläne durchkreuzte der 1. Weltkrieg und danach wurde die Bergarbeitergemeinde Ickern eine eigenständige Pfarrei. Sie entschied sich nun für einen modernen mit modernen Bauideen und Baumaterialien wie Beton und Klinker, von kubischen Formen bestimmten Kirchbau, der bis 1925 fertig gestellt war. Es entstand von außen eine klassische Basilika mit Langhaus und zwei Seitenschiffen im Stil des Backstein-Expressionismus. Der wuchtige Westturm wurde dem Kesselhaus der Zeche Victor ¾ nachempfunden. Im Innern wurden die geraden Linien und rechten Winkel aufgegeben; stattdessen findet sich eine parabolisch geformte Gewölbekonstruktion aus Beton, die eine Breite von 15m und eine Scheitelhöhe von 17,5m ermöglichte. Das Langhaus hat die Form eines Hauptstollens.

Bei einer Renovierung 1970 trennte man die Turmhalle vom Kirchenschiff, und es wurden hölzerne Kassettendecken eingehängt, die bei der nächsten Renovierung 1990 wieder entfernt wurde. Die Kirchenfenster stammen überwiegend vom Glasmaler Hubert Spierling (bis 1970) und von Jupp Gesing aus dem Jahre 1986. Die Ausmalung von 1991 nimmt behutsam das Parabel-Motiv auf.

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Kontakt & Infos

St. Antonius-Kirche CAS-Ickern
Kirchstr. 109
44581 Castrop-Rauxel
Telefon: +49 (0) 2363 / 388-3928

Öffnungszeiten

nach Absprache

ÖPNV

Von Castrop-Rauxel Hbf mit Bus 480 oder 482 bis "Ickern Markt"