St. Aposteln-Kirche Dortmund

Apostelkirche Dortmund. Foto: RIK / R. Budde

Die Kirche sollte religiöse Heimstatt für Arbeiter des Eisen- und Walzwerkes „Dortmunder Union“ werden, das seit 1873 nördlich des späteren Hafenamtes begann, Werkswohnungen zu bauen. 1895 beschloss die Liebfrauenpfarrei, eine neue Kirche zu bauen, die 1900 fertig gestellt wurde. Sie erhielt den Namen „Zwölf Aposteln“, nachdem das Erzbistum den erst gewünschten Namen Hl. Geist nicht genehmigt hatte. 1920 wurde sie selbständige Pfarrei.

Architekt war der Berliner Schinkel-Preisträger August Menken, der die Bauleitung dem Dortmunder Architektenbüro Düchting & Jänisch übertrug. Er entwarf eine neugotische, dreischiffige Bruchstein-Basilika mit einem 75 Meter hohen Turm, dem höchsten Kirchturm Dortmunds. Im 2. Weltkrieg wurde er zerstört und erhielt 1951 ein niedriges Satteldach.

Von der ursprünglichen Innenausstattung hat sich einiges erhalten, so der Hochaltar aus Kalksandstein, einige Heiligenfiguren und der Kreuzweg von 1900 des Münsteraner Bildhauers Wilhelm Bolte. In der XI. Station weist er eine Besonderheit auf: einer der Schergen, die Jesus ans Kreuz schlagen, trägt die Gesichtszüge Kaiser Wilhelms II (!). Darin ist wohl eine Rache des Künstlers zu erblicken: für ein Denkmal in Berlin hatte er aufgrund einer persönlichen Intervention des Kaisers einen Auftrag nicht erhalten, weil er Katholik war – obwohl er den ersten Preis des Wettbewerbes gewonnen hatte.

In den Jahren 1985 bis 1992 wurde die Kirche von innen und außen restauriert, und dabei unter der Leitung des Architekten Werner H. Hille Chor und Fenster neu gestaltet. Seit 1989 steht sie unter Denkmalschutz.

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Kontakt & Infos

St. Aposteln
Clemens-Veltum-Str. 100
44147 Dortmund
Telefon: +49 (0) 231 / 8229-32

Öffnungszeiten

nach Absprache

ÖPNV

Von Dortmund Hbf mit U-Stadtbahn U47 bis "Schützenstraße", dann 5 Minuten Fußweg