Synagoge HA-Hohenlimburg (Gedenkstätte)

Synagoge Hohenlimburg. Foto: RIK / R. Budde

Die Synagoge in Hohenlimburg wurde 1870 unter dem Baumeister Liesenhoff aus Oestrich vollendet. Sie hat einen kubischen Baukörper mit quadratischem Grundriss und zeigt so Anklänge an orientalische Bauformen, ist aber sonst mit ihren großen Rundbogenfenstern und dem flachen verschieferten Pyramidendach dem Klassizismus zuzuordnen. An der Ostseite, Richtung Jerusalem, ist die fünfseitige Thora-Nische als Apsis angebaut, in der sich der Thora-Schrein mit der Thora, den auf Pergament handgeschriebenen fünf Büchern Moses befand. Abgeschlossen wurde die Apsis mit einen Rundfenster mit dem Bild des Davidsterns. Inmitten der Synagoge stand zum Vorlesen des Thora-Textes das Pult. Von der Frauenempore aus war das Lesepult gut zu sehen.

Bis 1938 zur Reichsprogramnacht wurde die Synagoge von der kleinen jüdischen Gemeinde genutzt, dann demoliert und der Davidstern vom Dach gerissen. Die jüdische Gemeinde wurde zum Verkauf gezwungen, und ein Hohenlimburger Fabrikant baute das Gebäude zu einer Fabrikationshalle um.

1975 brannte ein in der Synagoge untergebrachtes Pelzlager aus, wobei insbesondere der Dachstuhl in Mitleidenschaft gezogen wurde. Erst eine 1980 gegründete Bürgeraktion "Synagoge Hohenlimburg" konnte den Verfall des Gebäudes stoppen.

Am 15.09.1986 erfolgte im Beisein von Mitgliedern der früheren jüdischen Gemeinde Hohenlimburg und Hagen die Übergabe des hergerichteten Synagogengebäudes an die Öffentlichkeit - und zwar jetzt als Mahn-und Gedenkstätte der Stadt Hagen.

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Kontakt & Infos

Synagoge HA-Hohenlimburg (Gedenkstätte)
Jahnstr. 46
58119 Hagen

ÖPNV

Vom Bahnhof Hohenlimburg 5 Minuten Fußweg