Themenroute 28 - Wasser: Werke, Türme und Turbinen

Bernepark. Foto: RIK/Reinhold Budde

Mit der rasanten industriellen Entwicklung im 19. Jahrhunderts gewann die Wasserver- und –entsorgung eine zentrale Bedeutung. Arbeiter und ihre Familien, Zechen, Eisenhütten und viele andere Gewerbebetriebe – alle waren sie auf Wasser in ausreichender Menge und Qualität angewiesen. Spätestens zum Ende des 19. Jahrhunderts waren der Ruhr- und insbesondere der Emscherraum wasserwirtschaftliches Notstandsgebiet.

Die Themenroute Wasser: Werke, Türme und Turbinen führt zu Bauten und Anlagen, die im Gebiet von Emscher, Ruhr und Lippe sowie am Rhein Zeugen dieser großtechnischen wasserwirtschaftlichen Lösungen der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts sind. Sie reichen von den Talsperren über Anlagen der Wassergewinnung und -förderung bis zu den zahlreichen Wassertürmen. Große Pumpwerke zur Entwässerung der Bergsenkungsgebiete im Emscherraum, Kläranlagen sowie Wasserkraftwerke wie jenes an der Emschermündung gehören ebenso dazu. Und ein kleiner Rest des ehemaligen Emscherbruchs, der ursprünglich kaum besiedelten Wald- und Wiesenlandschaft, durch die die Emscher verlief, zeugt heute noch von der Zeit vor deren Kanalisierung. Nicht zu vergessen sind einige historische Freizeit- und Erholungseinrichtungen am und im Wasser und schließlich Beispiele für den seit den 1990er Jahren laufenden erneuten Umbau des Emschersystems, das nun wieder naturnah gestaltet wird.

Insgesamt werden in der Themenroute 92 bekannte, aber auch viele weniger bekannte Orte einer wechselvollen Geschichte der Wasserwirtschaft dargestellt. Geschichtliche Zusammenhänge und Hintergründe – illustriert mit interessanten, überwiegend historischen Fotos - sind anschaulich im 25-seitigen Einleitungstext nachzulesen.

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Einleitungstext
Wasser-Route

Alle Standorte der Route

Die Autoren

Michael Clarke (Standorttexte): Historiker und Publizist, freier wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Regionalverband Ruhr und am Ruhr Museum in Essen. Gästeführer an verschiedenen Standorten der Route der Industriekultur im Ruhrgebiet.

Stefan Nies, M.A. (Einleitungstext): Historiker mit Schwerpunkten in der Industrie- und Umweltgeschichte sowie der Geschichte des Ruhrgebiets. Büro für Geschichte in Dortmund,  Kurator, Autor und Projektmanager für Museen, die Denkmalpflege, Stiftungen und Verbände. Vorstandsmitglied im Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V. und im Bundesverband freiberuflicher Kulturwissenschaftler e.V. www.stefan-nies.de