Heilenbecker Talsperre

Heilenbecker Talsperre, 1920er-Jahre Foto: RIK/Ruhrverband
Heilenbecker Talsperre, 1920er-Jahre Foto: RIK/Ruhrverband

Sie ist zwar die kleinste Talsperre in der Region um Ennepetal, aber eine der ältesten Deutschlands. Wie ihre „größeren Schwestern" liegt sie in landschaftlich sehr reizvoller Umgebung. Die Heilenbecker Talsperre wurde zwischen 1894 und 1896 von der "Heilenbecker Talsperren-Genossenschaft" errichtet, einem Zusammenschluss von Handwerkern, die für ihre Hammerwerke und Schleifkotten am Heilenbecker Bach ein Wasserreservoir benötigten. Geplant hatte sie der Aachener Wasserbauwerk-Pionier Otto Intze, dem viele Sperrbauwerke im Sauerland und im Bergischen Land ihre Existenz verdanken. Unterstützung erhielt der Bau durch die Stadt Gevelsberg, die damit die Trinkwasserversorgung ihrer Einwohner sicherstellen wollte. Diesem Zweck dient auch ein direkt an der Staumauer errichteter Trinkwasser-Hochbehälter. Das Wasser wird unterhalb der Mauer in einem Filterwerk gereinigt und mit natürlichem Gefälle dem Versorgungsgebiet der Stadt zugeführt. 

Die Talsperre besitzt eine kreisbogenförmige Mauer von 162 Meter Länge mit einer Höhe von über 19 Metern. Zwischen 1988 und 1990 wurde die Talsperre saniert, wobei sie verstärkt und mit einem Kontrollgang versehen wurde. Die Aufgabe des Kontrollgangs ist die Ableitung von Sickerwasser, das zwischen Mauer und Felsen sowie in die Mauer selbst eintrat. Auf diese Weise soll der Sohlenwasserdruck der Sperrmauer verringert werden. Außerdem erhielt die Talsperre eine Dichtwand aus Beton, eine Mauerdrainage, eine neue Mauerkrone und neue Betriebseinrichtungen. Aufgrund ihrer geringen Größe kann sie nur einen kleinen Teil des aus dem Niederschlagsgebiet zufließenden Wassers auffangen. Dennoch erfüllt sie auch heute noch ihre Aufgabe, insbesondere bei der Trinkwasserversorgung und bei der Aufhöhung der Ruhr bei Niedrigwasser. Betrieben  wird die heute denkmalgeschützte Talsperre vom Heilenbecke Wasserverband .Mit einem über zwei Kilometer langen Rundweg ist sie auch ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Jogger.

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Kontakt & Infos

Heilenbecker Talsperre
Heilenbecker Straße
58256 Ennepetal

ÖPNV

Von Ennepetal Bus Bf mit Bus 560 (Mo-Sa) bis „Kalte Kirche“, dann ca. 10 Minuten Fußweg oder Bus 561 bis „Ept-Rüggeberg“, dann ca. 30 Minuten Fußweg