Kurpark Hamm

Der Kurpark Hamm. Foto: RIK/Reinhold Budde
Der Kurpark Hamm. Foto: RIK/Reinhold Budde

In Werries bei Hamm stieß man gegen Ende des 19. Jahrhunderts bei Kohlebohrungen auf eine Solequelle, die aufgrund ihrer mineralischen Zusammensetzung große Heilkraft besaß. 1881 wurde die Quelle von dem Industriellen Friedrich Grillo für die zusätzliche Versorgung seines Kurbades in Königsborn im Raum Unna erworben. Um die Sole von Werries nach Königsborn zu führen, bedurfte es einer 20 Kilometer langen Leitung, die über Hammer Stadtgebiet geführt werden musste. Als Gegenleistung erwarb der Hammer Stadtrat das Recht, der Leitung gegen ein geringes Entgelt Sole für ein geplantes Thermalbad zu entnehmen. Diese Vereinbarung war gleichzeitig die „Geburtsstunde“ für den Kurpark Hamm, der auch heute noch eine attraktive städtische Parkanlage ist.

Bis in die 1940er-Jahre entwickelte sich der Kurpark Hamm zu einem Treffpunkt der Hammer Bürger und Gäste. Sie genossen hier ihre Freizeit, betätigten sich sportlich oder nahmen an kulturellen Veranstaltungen, Konzerten und Theateraufführungen teil.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand ein Park, der sich geänderten Nutzungsansprüchen anpasste: keine üppig bepflanzten Blumenbeete, sondern eine ruhige Parkstruktur mit weiten Wiesenflächen, geschlossenen Gehölzgruppen und vereinzelten Solitärgehölzen, die zum Teil noch aus den Anfängen des Kurparks stammen. Eine dezente Wegeführung erschließt heute den Park. Zusammen mit den sich westlich anschließenden Spiel- und Sporteinrichtungen auf dem ehemaligen Exerzierplatz, der Anbindung an die Uferbereiche von Lippe und Datteln-Hamm-Kanal und einem 2009 errichteten Gradierwerk ist der Hammer Kurpark gleichzeitig sowohl attraktiver Erholungs- und Freizeitpark als auch wichtige städtische Grünfläche.

zurück 85/93 vor

Kontakt & Infos

Kurpark Hamm
Ostenallee
59063 Hamm

ÖPNV

Von Bahnhof Hamm („Neue Bahnhofstraße“) mit Bus 1, 3 bis „Bad Hamm“