RWW-Wasserturm

Der RWW-Wasserturm. Foto: RIK/Reinhold Budde
Der RWW-Wasserturm. Foto: RIK/Reinhold Budde

Der ehemalige Wasserturm der Gutehoffnungshütte (GHH) steht für die Entwicklung der modernen Wasserversorgung in Oberhausen und erinnert an die Hüttenwerke an der Essener Straße. Er wurde 1897 erbaut, da die GHH einen Ersatz für ihre abgerissenen Wassertürme auf der Oberen Marktstraße benötigte. Der Turm versorgte nicht nur die Produktionsanlagen und Gebäude der GHH als Druckausgleichbehälter, sondern auch die Wohnhäuser in der Umgebung. Zwischen 1923 und 1955 diente das Erd- und erste Obergeschoss auch als Wohnsitz für den damaligen Lagerverwalter der GHH.

Der 50 Meter hohe Wasserturm an der Mülheimer Straße gehört zur Bauart Intze, die zwischen 1885 und 1905 die vorherrschende Konstruktionsart im Wasserhochbehälterbau war. Über drei Druckstränge gelangte das Wasser in den Behälter mit einem Fassungsvermögen von 1.000 Kubikmetern. Der Turmschaft aus Backstein zeigt historisierende Formen. Wie bei den Intze-Behältern üblich, war der Behälterboden als Verbindung von Kegel- und Kugelform konstruiert. Damit wurde die Statik des gemauerten Turmschaftes entlastet, der durch diese Bauweise nicht mehr soviel Stützkraft aufbringen musste. 

1947 wurden die Schäden des Zweiten Weltkrieges am Turm behoben. Im Jahr 1965 wurde der von der Hüttenwerke Oberhausen Aktiengesellschaft (HOAG) bzw. von der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft (RWW) betriebene Wasserturm stillgelegt und steht seit 1985 unter Denkmalschutz. Nachdem er in den 1980er Jahren unter privater Regie aufwändig saniert und umgebaut wurde, dient er heute ausschließlich Wohn- und Bürozwecken.

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Kontakt & Infos

RWW-Wasserturm
Mülheimer Straße 1
46049 Oberhausen

ÖPNV

Von Oberhausen Hbf mit Bus 956, 957 oder 966 bis „TZU“