Bochum – Industriekultur im Herzen des Reviers

Werbepostkarte für den 73. Deutschen Katholikentag im September 1949 in Bochum

Wie das gesamte Ruhrgebiet prägten Kohle und Stahl auch die Stadt Bochum über weit mehr als ein Jahrhundert. Ab 1842 entstand hier mit dem „Bochumer Verein“ eines der größten Hüttenwerke des Ruhrgebiets. Die zeitgleich einsetzende Entwicklung des Steinkohlenbergbaus ließ Bochum bis 1929 zur größten Bergbaustadt des Kontinents mit 74 Schachtanlagen aufsteigen. Umso heftiger wirkte die Ende der 1950er Jahre einsetzende Kohlenkrise, die Bochum als erste Großstadt der Region massiv traf. Bereits 1973 musste die letzte Zeche stillgelegt werden, nachdem kurz zuvor die Roheisenerzeugung aufgegeben worden war.

Mit der Ansiedlung des Opel-Werks 1962 und insbesondere mit der zeitgleichen Gründung der Ruhr-Universität gelang es Bochum jedoch, den notwendigen Strukturwandel erfolgreich und in einer ruhrgebietsweit einzigartigen Weise anzugehen.

Das Spektrum industriekultureller Standorte in Bochum ist trotz des frühen Umbruchs beeindruckend. Die Jahrhunderthalle ist Glanzstück und Ausgangspunkt dieser Themenroute. Sie erschließt neben montanindustriellen Anlagen Bauten des Verkehrs- und Transportsektors, Arbeitersiedlungen, Kirchen und Friedhöfe, aber auch Verwaltungsbauten und Kultureinrichtungen. Sie stellt eine Auswahl der in Bochum vorhandenen industriekulturell interessanten Objekte dar und berücksichtigt hier bedeutsame Beispiele, allerdings ohne den Anspruch an eine auch nur annähernde Vollzähligkeit.

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Einleitungstext
Bochum – Industriekultur
im Herzen des Reviers

Alle Standorte der Route

Der Autor

Dr. Dietmar Bleidick (Einleitungs- und Standorttexte): Historiker und Publizist mit dem Aufgabenfeld historische Informationsdienstleistungen, Publizistik und Kommunikation www.bleidick.com

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