Signalobjekte

Gelbe Signalobjekte markieren die Ankerpunkte der Route der Industriekultur.
Foto: RIK/Sascha Kreklau
Gelbe Signalobjekte markieren die Ankerpunkte der Route der Industriekultur. Foto: RIK/Sascha Kreklau

Brammen

An jedem Primärstandort finden sich mindestens drei Brammen mit Erläuterungstexten zur Route der Industriekultur, zur Einordnung des Standortes in die Themenroute(n) sowie zum Standort selbst.
Foto: RIK/Archiv
An jedem Primärstandort finden sich mindestens drei Brammen mit Erläuterungstexten zur Route der Industriekultur, zur Einordnung des Standortes in die Themenroute(n) sowie zum Standort selbst. Foto: RIK Archiv

Hinweistafeln

Hinweistafeln wie diese zur Zollverein-Schachtanlage 3/7/10 informieren jeweils vor Ort ausführlich über alle Standorte der Route der Industriekultur.
Foto: Schacht 11
Hinweistafeln wie diese zur Zollverein-Schachtanlage 3/7/10 informieren jeweils vor Ort ausführlich über alle Standorte der Route der Industriekultur. Foto: Schacht 11

Was ist die Route der Industriekultur?

Hochöfen, Gasometer und Fördergerüste haben über Jahrzehnte das Gesicht des Ruhrgebiets geprägt. Heute sind sie wichtige Zeugen der 150-jährigen industriellen Vergangenheit des Reviers, aber auch des sich vollziehenden Strukturwandels zur Metropole Ruhr. Die ehemaligen Produktionsstätten sind keine Orte wehmütiger Erinnerung, sondern haben sich längst zu lebendigen industriekulturellen Räumen und attraktiven Veranstaltungsorten mit touristischer Anziehungskraft entwickelt.

Die Zeche Zollern in Dortmund. Foto: RIK/Sascha Kreklau
Die Zeche Zollern in Dortmund. Foto: RIK/Sascha Kreklau

Industriekulturelles Erbe der Metropole Ruhr

Die  Route der Industriekultur ist ein Projekt des Regionalverband Ruhr (RVR), das 1999, im Präsentationsjahr der Internationalen Bauaustellung IBA Emscherpark, an die Start ging. Die Route der Industriekultur erschließt auf einem 400 Kilometer langen Straßenrundkurs das industriekulturelle Erbe des Ruhrgebiets. Zum Kernnetz der ausgeschilderten Straßenroute zählen die so genannten Primärstandorte, insgesamt 25 Ankerpunkte (Highlights), 17 Panoramen der Industrielandschaft (Aussichtspunkte) sowie die 13 schönsten Siedlungen verschiedener Epochen. Bereits die Ankerpunkte spiegeln unterschiedliche Aspekte der regionalen Industriegeschichte wider: in erster Linie die beiden zentralen Säulen Bergbau und Stahlindustrie, aber auch Themen wie Chemie und Energie, Binnenschifffahrt und Eisenbahn oder Wasserwirtschaft. Heute haben sich die Ankerpunkte der Route - national wie international - als Museums-, Veranstaltungs- und Kultur-Standorte einen Namen gemacht, als Einzelstandorte aber auch als beeindruckende Einstiegspunkte in das verbindende Gesamtsystem der Route.

28 Themenrouten mit rund 1000 Sekundärstandorten bieten darüber hinaus die Chance, das Ruhrgebiet auf ganz persönliche Art und Weise kennenzulernen - ganz gleich, ob es um Kumpel geht, Braukunst, Schrebergärten oder Unternehmervillen. Zwei weitere Routen sind derzeit in Vorbereitung. Und wer lieber per Fahrrad unterwegs sind, dem bietet sich auf der Route der Industriekultur per Rad, einem künftig 1.200 Kilometer langen Radwegenetz eingebettet ins neue radrevier.ruhr, vielfältige und spannende Touren durch die Metropole Ruhr. Über vielfältige Publikationen macht der RVR die Route der Industriekultur darüber hinaus auch in Wort und Bild erfahrbar. 

Trailer: Ruhrkult(o)ur - ein Film von Wolfgang Schmitt

Mehr als zwei Jahre lang hat der Wittener Dokumentarfilmer Wolfgang Schmitt die Route der Industriekultur mit dem Fahrrad bereist. Immer dabei: die Kamera. Das Ergebnis seiner Reise: ein 85-minütiger Film mit dem Titel „Ruhrkult(o)ur“. Auf seinem im Osten der Route beginnenden Weg hat der ehemalige Maschinenbauingenieur nahezu alle Ankerpunkte der Route der Industriekultur besucht und im Film porträtiert. Abgerundet werden diese Porträts durch Interviews mit den Akteuren vor Ort, die erkennen lassen, dass nicht nur Schmitt „Ruhri aus Leidenschaft“ ist.

Tourismusmagnet Industriekultur

2017 besuchten über sieben Millionen Menschen die 25 Ankerpunkte der Route der Industriekultur und erzeugten einen Bruttoumsatz von rund 285 Millionen Euro. Der Tourismus zur Route der Industriekultur löst Beschäftigungseffekte von mindestens 6.150 Arbeitsplätzen aus. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Studie des Instituts dwif-Consulting, die der RVR in Auftrag gegeben hat. Weitere Details liefert der als PDF hinterlegte Endbericht.

Entdeckerpass

55 herausragende Zeugnisse der industriekulturellen Vergangenheit und Gegenwart des Ruhrgebietes bilden die Route der Industriekultur. Dazu gehören überregional bedeutende Industrieanlagen ebenso wie von namhafte Arbeitersiedlungen, Museen oder Panoramen. Einen perfekten Überblick gewährt der Entdeckerpass des Regionalverbands Ruhr (RVR). Der Entdeckerpass 2018 liegt an allen Ankerpunkten der Route sowie an zahlreichen anderen touristischen Informationsstellen der Metropole Ruhr aus.

Wanderausstellung

Auf ihrer Reise durch Europa ist die Wanderausstellung der Route der Industriekultur noch bis Januar 2018 in Katalonien unterwegs. Das Ziel: der Austausch über die Vermittlung industriellen Erbes. Der Flyer kann hier geladen werden.