Foto-Ausstellung: 100 Jahre RVR

Die Ausstellung "Aufbruch für die Region” ist derzeit im Lichthof des RVR-Hauses an der Kronprinzenstraße 35 in Essen zu sehen.

Sie zeigt historische Aufnahmen des Gebäudes, Details, Innenaufnahmen und Fotos der originalen Inneneinrichtung. Der architekturgeschichtlich bedeutende Klinkerbau bot dem "Siedlungsverband Ruhrgebiet” (SVR) - Vorläufer des RVR, dem heute ältesten deutschen Gemeindeverband - den Raum, den er benötigte, um der Region in Planung und Umweltschutz neue, innovative Impulse zu geben. Der erste Verbandsdirektor Dr. Robert Schmidt fand bei der Eröffnung dementsprechend lobende Worte über das fristgerecht fertiggestellte Gebäude: "Es charakterisiert nach Lage, Form und Gestaltung das Wesen des Verbandes, dessen Leitung es beherbergt.“ In einem Wettbewerb um das Verbandsgebäude verstand es der Architekt Alfred Fischer mit dem flach gelagerten, sparsam verzierten Entwurf am besten, hier etwas Eigenes, der neuen Organisation besonders Entsprechendes zu schaffen. Das Bauwerk zeichnet sich durch die Verbindung verschiedener baukünstlerischer Qualitäten aus: Einfachheit (den Menschen im Ruhrgebiet entsprechend), Einheitlichkeit (für die Gemeinschaft aller Ruhrgebietskommunen) sowie eine gewisse Eigenwilligkeit (entsprechend dem neuen Ansatz der städteübergreifenden Raumplanung).

Anlässe für die Ausstellung sind das 100-jährige Bestehen des Verbandes und die Renovierung des Gebäudes. Sie präsentiert das RVR-Verbandsgebäude als herausragendes Baudenkmal der Reformarchitektur. Kern des Gebäudes bildet der glasüberdeckte Lichthof, der damit auch gleichzeitig Herzstück der Ausstellung ist.

Die Bildergalerie an den gegenüberliegenden Wänden präsentiert zwölf ausgewählte Fotografien von Albert Renger-Patzsch aus seinem Buch zum Sitz des SVR in Essen. Die Reproduktionen zeigen einmalige historische Aufnahmen des Gebäudes, Details, Innenaufnahmen und Fotos der originalen Inneneinrichtung. Ergänzend zur Bildergalerie werden den Besucherinnen und Besuchern weitere Aspekte mit Fotos und kurzen Texten in einer Mediensäule angeboten.

Die Ausstellung wird bis zur konstituierenden Sitzung des ersten direkt gewählten Ruhrparlaments des RVR am 11. Dezember 2020 zu sehen sein.

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