Saligia: Sieben Todsünden in den Flottmann-Hallen

Mit den sieben Todsünden beschäftigt sich eine Wanderausstellung, die ab 31. Oktober in den Flottmann-Hallen in Herne zu sehen sein wird.

Die künstlerische Interpretation der sieben so genannten Todsünden (eigentlich Hauptlaster, die von schlechtem Charakter zeugen) hat eine weit zurückreichende Tradition, die regelmäßig in kulturhistorischen
Ausstellungen präsentiert wird. Nicht zuletzt Hieronymus Bosch, Pieter Bruegel d. Ä. und Otto Dix beschäftigten sich in ihren Meisterwerken mit diesem Thema. Nun sind sieben Künstler und Künstlerinnen ausgewählt worden, um in ihrer eigenen Formensprache (Bildhauerei, Installationen, Malerei) jeweils eine der sieben Todsünden zeitgemäß zu interpretieren.

Jedem Künstler und jeder Künstlerin wurde eine der sieben Todsünden per Losverfahren zugeteilt: Wiebke Bartsch (Luxuria/Wollust), Stefan Demming (Superbia/Hochmut), Ottmar Hörl (Acedia/Faulheit), Katharina Krenkel (Invidia/Neid), Beate Passow (Ira/Zorn), Dietmar Schmale (Avaritia/Geiz) und Peer Christian Stuwe (Gula/Völlerei). Für die Wanderausstellung wurden sieben gleiche fahrbare Untersätze zur Verfügung gestellt. Auf dieser Basis entstanden die jeweiligen künstlerischen Beiträge. Als mobiles Kunstwerk können die Objekte an speziellen Orten sowohl indoor als auch outdoor installiert werden.

Die Ausstellung ist nun vom 31. Oktober bis 20. Dezember in den Flottman-Hallen Herne zu sehen - und zwar tatsächlich und erstmals indoor. Zudem feiert ein Film von Malte Papenfuß zum Projekt Premiere. Er informiert über die Reise der Ausstellungsstücke durch das Münsterland, über den Aufbau, das Konzept und die bewegliche Installation. Gleichzeitig ist in 50 großformatigen Bildern eine Fotodokumentation der fünf vorherigen Ausstellungsorte zu sehen.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Flottmann-Hallen.

Industriekultur: Alle Termine

Eine aktuelle Übersicht über alle Kulturveranstaltungen auf der Route der Industriekultur finden Sie bei

kulturinfo.ruhr