150 Jahre Arbeit auf der Westfalenhütte

"Geschaffen. Geschwitzt. Gehofft." - unter diesem Titel zeigt das Hoesch-Museum in Dortmund eine Ausstellung über die Westfalenhütte.

Am 1. September 1871 wurde die Westfalenhütte als Eisen- und Stahlwerk Hoesch in Dortmund gegründet und prägte über 100 Jahre lang den Stadtteil rund um den Borsigplatz. Zum 150. Jahrestag des ehemaligen Hauptstandortes der Hoesch AG zeigt das Hoesch-Museum nun die Ausstellung "Geschaffen. Geschwitzt. Gehofft. 150 Jahre Arbeit auf der Westfalenhütte“. Bis 23. Januar 2022  geht es um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ihre Arbeitsplätze und Geschichten beim einstmals größten Arbeitgeber der Stadt. Die Besucherinnen und Besucher erfahren, wie Arbeitsplätze geschaffen wurden, wie die vielfältigen Tätigkeiten die Belegschaft schwitzen ließen und wie sie alle auf eine gute Zukunft im Ruhrgebiet hofften. Das Leben der Hoeschianerinnen und Hoeschianer wird anhand von Archivalien, Fotos und Exponaten lebendig.

In Kapiteln wie "Mitbestimmung“, "Sicherheit“, "Freizeit“ und "Verwaltung“ erzählt die Ausstellung unter anderem vom kollegialen Wettbewerb um Produktionsqualität oder eingereichte Verbesserungsvorschläge. Sie berichtet davon, wie Menschen organisiert für ihre Rechte kämpften, Sportgruppen gründeten oder die vielfältigen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten nutzten. Sie wirft aber auch einen Blick in die Gegenwart und Zukunft des Werksstandortes, der von Renaturierung und der Schaffung von Wohnraum geprägt sein wird.

Zu den besonderen Ausstellungsstücken gehört die originale Gründungsurkunde der Familie Hoesch von 1871 - eine Leihgabe aus dem thyssenkrupp-Konzernarchiv Duisburg. Daneben zeigt das Museum selten präsentierte Exponate aus der eigenen Sammlung wie Helme und Ausweise oder überraschende Designklassiker der ehemaligen Arbeitsplätze, etwa die "String-Garderobe" von Karl Fichtel oder eine Bauhaus-Tischlampe von Kaiser idell. Extra für die Ausstellung angefertigt wurde eine Collage aus Portraits von über 130 Mitarbeitenden des Standortes seit 1871, die dem Werk ein Gesicht gibt - beziehungsweise viele Gesichter. Besucherinnen und Besucher, die selbst Hoeschianer oder deren Angehörige waren, können die Collage mit ihrem eigenen Portrait samt Grunddaten vervollständigen lassen.

Zum Jubiläum der Westfalenhütte erscheint seit August auch der Podcast "Hoesch.150 - Wie Stahl eine Stadt prägte“, der einmal wöchentlich chronologisch, aber auch mit Themenschwerpunkten Bekanntes und Neues sowie überraschende Details der drei großen Dortmunder Hoesch-Werke erzählt. Er ist kostenfrei unter www.hoesch150.de und auf allen gängigen Podcast-Portalen verfügbar. Eine Hörstation mit den bisher erschienen Folgen ist für das Hoesch-Museum geplant.

Podcast
Das Hoesch-Museum ist ein Standort auf der  Themenroute 27 "Eisen und Stahl".

Industriekultur: Alle Termine

Eine aktuelle Übersicht über alle Kulturveranstaltungen auf der Route der Industriekultur finden Sie bei

kulturinfo.ruhr