Auf dem Weg zu einer neuen Industriekultur

"Futur 21“: LVR und LWL präsentieren ab November an ihren Industriemuseen digitale Kunstwerke, Lichtinstallationen und interaktive Spiele.

Mit dem gemeinsamen Medienkunstfestival „Futur 21 – kunst industrie kultur“ wollen die beiden Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen Lippe (LWL) eine Diskussion über Zukunftsthemen des 21. Jahrhunderts anregen und einen neuen Blick auf die Orte industrieller Vergangenheit eröffnen. Die insgesamt 32 Arbeiten knüpfen an die Geschichte der Orte an und beschäftigen sich mit Themen wie Klimawandel, Energiegewinnung, Ressourcen und künstliche Intelligenz. Höhepunkt ist ein vierwöchiges Festival im März 2022.

Insgesamt 32 künstlerische Arbeiten werden an den 16 Industriemuseen Vergangenheit und Zukunft miteinander verknüpfen. Das Spektrum der gezeigten Arbeiten reicht von Fassadenprojektionen über Video-Installationen bis hin zu interaktiven Mixed-Reality-Games und Audio-Walks. Jeweils eine Position in jedem Museum wird dauerhaft gezeigt und den Impuls von "Futur 21" nachhaltig verankern. Diese Arbeiten werden ab November wöchentlich an den 16 Museen eröffnet. Eine zweite Arbeit kommt temporär im Rahmen des Festivals im März 2022 hinzu. Je vier Standorte werden sich dann jeweils eine Woche lang einem gemeinsamen Thema widmen: Energie, Ressourcen, Fortschritt und Arbeit.

Futur I

Zum Auftakt von "Futur 21“ findet am 4. und 5. November auf der Zeche Zollern in Dortmund die Fachkonferenz "Industrial Culture for Future" statt. Sie soll eine neue Charta der Industriekultur auf den Weg bringen. Panels, Vorträge und Debatten kreisen um die Frage, inwiefern Industriemuseen als gesellschaftliche Foren die Zukunftsthemen der post-industriellen Gesellschaft in den Fokus nehmen können. Die Konferenz endet mit der Eröffnung von zwei Kunstinstallationen in Dortmund und Oberhausen:

  • Die Performance "Subassemblies" von Ryoichi Kurokawa (4.11.) auf der Zeche Zollern bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Konzertstück, audiovisueller Installation und Skulptur. Digitale Abbilder von wuchernder Natur und verfallenden Gebäuden werden dekonstruiert und in neuen Bauteilgruppen (subassemblies) zusammengesetzt.
  • Die poetische Installation "Waterlicht" des niederländischen Künstlers Daan Roosegaarde wird das Gelände des Peter-Behrens-Baus in Oberhausen an zwei Abenden (5./6.11.) großräumig symbolisch mit Wasser fluten. "Waterlicht" ist eine sich ständig verändernde und durch Licht erzeugte virtuelle Flut, in die Besucherinnen und Besucher förmlich eintauchen können. Sie erinnert an die Kraft des Wassers, aber auch an die Auswirkungen der Klimakrise und die Ewigkeitslasten des Bergbaus.

Futur II & III

Unter dem Titel "Futur II" werden zwischen November 2021 und März 2022 nahezu im Wochentakt neue digital-künstlerische Exponate eröffnet, die dauerhaft in den 16 Museen verbleiben. Die Besuchenden können an den jeweiligen Eröffnungswochenenden zudem digital-künstlerische Formate selbst erproben.

Höhepunkt ist dann schließlich unter dem Titel "Futur III" ein vierwöchiges Festival der Medienkunst (5. März - 2. April 2022). Im Fokus stehen die vier Themenkomplexe Arbeit, Energie, Ressourcen und Fortschritt. Ein Begleitprogramm aus Workshops, Performances und Panels mit Künstlerinnen und Künstlern sowie Expertinnen und Experten vertieft die thematische Auseinandersetzung und bietet einen spielerischen Einstieg in die vier Schwerpunkte.

Weitere Informationen: www.futur21.de

Standorte der Route Industriekultur auf dem Festival:

 

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