Gasometer lässt die Hüllen fallen

Ein wichtiger Meilenstein bei der Sanierung des Gasometers Oberhausen ist erreicht - nun können die Hüllen fallen.

Genauer gesagt: Die Korrosionsschutzarbeiten an der Außenhülle des Industriedenkmals sind beendet. Damit kann der Rückbau des 30.000 Quadratmeter umfassenden Fassadengerüsts starten. Zum ersten Mal kann man nun einen Blick auf die neue alte Farbe des Wahrzeichens werfen: Die neue Farbmischung - ein grauer Grundton mit einer oxydrötlichen Einfärbung - orientiert sich am Originalfarbton, der 1949 beim Wiederaufbau des Gasometers verwendet wurde. Der neuen Deckschicht wurde allerdings zusätzlich Eisenglimmer beigemischt, der den Korrosionsschutz verstärkt und zudem den Gasometer bei tiefstehender Sonne förmlich glänzen lässt.

Das rund 1000 Tonnen schwere Fassadengerüst verstellt zwar zuerst noch den ungetrübten Blick - es wird jedoch in den kommenden sechs Wochen abgebaut. Danach erhält der Gasometer sein ursprüngliches Aussehen zurück: Umläufe, Treppen und die charakteristischen Ausbläser werden mit Hilfe eines Spezialkrans und von Industriekletterern montiert. Auch das braucht seine Zeit, vier Wochen sind dafür veranschlagt. Abschließend werden noch die Außenanlagen wiederhergestellt.

"Ein Jahr intensiver Sanierungsarbeiten liegt hinter uns, mit vielen Überraschungen sowohl technischer als auch finanzieller Art", bilanziert Jeanette Schmitz, Geschäftsführerin der Gasometer Oberhausen GmbH. "Insgesamt ist die Sanierung bislang aber gut gelaufen, und in den kommenden Tagen beginnt der Aufbau der neuen Ausstellung. Ich freue mich total, wenn wir endlich wieder öffnen dürfen, und sofern es die Pandemie-Entwicklung zulässt, wird dies auch noch vor den Sommerferien geschehen."

Der Gasometer Oberhausen ist ein Ankerpunkt auf der Route Industriekultur.

 

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