Manifesta-Biennale im Ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet wird im Jahr 2026 Austragungsort der renommierten Europäischen Nomadischen Biennale Manifesta.

Die Europäische Nomadische Biennale Manifesta zeigt alle zwei Jahre zeitgenössische Kunst an wechselnden Orten und präsentiert Künstler aus der jeweiligen Region. Sie wurde in den frühen 90er-Jahren als Antwort auf die neuen sozialen, kulturellen und politischen Entwicklungen in der Ära nach dem Kalten Krieg ins Leben gerufen. Neben der Biennale in Venedig und der documenta in Kassel gehört sie inzwischen zu den bedeutendsten Kunst-Veranstaltungen in der Welt. Seit 1996 findet sie alle zwei Jahre in einer anderen europäischen Stadt statt - bisher in Rotterdam, Luxemburg, Ljubljana, Frankfurt, Donostia/San Sebastián, Trentino–Südtirol, Murcia, Genk, St. Petersburg, Zürich und zuletzt Marseille. 2026 also im Ruhrgebiet.

Das erstmals direkt gewählte Ruhrparlament hat in seiner konstituierenden Sitzung am 11. Dezember einstimmig der Ausrichtung der 16. Ausgabe der Manifesta zugestimmt. Eine gemeinsame Initiative von Kunstinstitutionen und Kulturschaffenden hatte zuvor den international besetzten Manifesta-Stiftungsrat überzeugen können und den Zuschlag für das Kunst-Ereignis erhalten. In einer Presseerklärung heißt es, die von der Stadt Barcelona und dem Ruhrgebiet eingereichten Angebote seien von so hoher Qualität gewesen, dass der Vorstand der Manifesta beide um eine Zusage gebeten habe - Barcelona für 2024 und das Ruhrgebiet für 2026.

Zehn Jahre nach der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010 wird der Regionalverband Ruhr erneut Lead-Partner eines kulturellen Großereignisses. "Die gemeinsame Initiative aus dem Ruhrgebiet hat erneut unter Beweis gestellt, wie erfolgreich die Region auch international ist, wenn sie ihre Kräfte bündelt", erklärte RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel. "Die Manifesta 16 bietet zukunftsweisende Impulse für die Kulturmetropole Ruhr und stärkt die vorhandenen Netzwerke."

Der Kreis der Initiator*innen besteht aus einem interdisziplinären Zusammenschluss, dem unter anderen folgende Personen angehören: Markus Ambach (Freier Ausstellungsmacher, MAP), Inke Arns (Direktorin Hartware MedienKunstVerein), Peter Gorschlüter (Direktor Museum Folkwang), Heinrich Theodor Grütter (Direktor Stiftung Ruhr Museum), Stefan Hilterhaus (Künstlerischer Leiter PACT Zollverein), Olaf Kröck (Intendant Ruhrfestspiele Recklinghausen), Hans-Peter Noll (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein), Britta Peters (Künstlerische Leitung Urbane Künste Ruhr) und Stefanie Reichart (Referatsleitung Kultur und Sport Regionalverband Ruhr).

Industriekultur: Alle Termine

Eine aktuelle Übersicht über alle Kulturveranstaltungen auf der Route der Industriekultur finden Sie bei

kulturinfo.ruhr