Mitmachaktionen auf Nachtigall

Am kommenden Wochenende geht es auf Nachtigall zurück in die Vergangenheit - mit Zechen-Safari, großer Bergwerkstour und Schmiedevorführung.

Die Zeche Nachtigall in Witten zählt zu den ältesten Zechen im Ruhrtal. Die hier abgebaute Kohle wird auch Esskohle genannt und wurde bis ins Bergische Land transportiert, wo sie in Schmiedeessen verfeuert wurde.

"Große Bergwerkstour"

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) lädt am Samstag (8.1.) zu einer Spezialführung ein: Ab 15 Uhr begeben sich die Teilnehmenden auf einen zweistündigen Rundgang durch das gesamte Besucherbergwerk der Zeche Nachtigall. Auf dem Weg durch den Hettberg ist ein echtes Steinkohleflöz zu sehen. Neben dem Nachtigallstollen mit der Flözstrecke erkunden die Besucherinnen und Besucher auch den Dünkelbergstollen. Hier gewann der Ziegeleibesitzer und Namensgeber des Stollens Wilhelm Dünkelberg in Zeiten des Kohlenmangels den notwendigen Brennstoff für seine Ziegelproduktion.

Die "Große Bergwerkstour" kostet 6 Euro pro Person plus Eintritt. Erwachsene und Kinder ab zehn Jahren können sich unter Tel. 02302 93664-10 anmelden. Feste Schuhe werden empfohlen. Zudem ist im Bergwerk ein medizinischer Mund-Nase-Schutz zu tragen. Da der Stollen teilweise eng oder niedrig ist, sollten die Teilnehmenden in guter körperlicher Verfassung und frei von Klaustrophobie sein.

Erste Zechen-Safari des Jahres

Bei der Zechen-Safari am Samstag (8.1.) gehen die Teilnehmenden zwischen Stollen und Steinbruch auf die Suche nach Sandstein, Schiefer, Kiesel und Kohle. Naturpädagogin Birgit Ehses erklärt von 15 bis 17 Uhr, woher die verschiedenen Steine stammen, wie alt sie sind und warum sie unterschiedlich aussehen. Mit Hämmerchen und Lupe finden die Teilnehmenden möglicherweise auch fossile Spuren. Einige besondere Beispiele kann die Gruppe bei einem Abstecher in das Geopark-Infozentrum entdecken. Zum Schluss gestalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Fundstücken ein eigenes "Exponat". Die Teilnahme kostet 3 Euro plus Eintritt (Erwachsene 4 Euro; Kinder und Jugendliche frei). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es gelten die Vorgaben der gültigen Corona-Schutzverordnung (2G).

Übrigens: Die Zechen-Safari findet an jedem zweiten Samstag im Monat statt. Von 15 bis 17 Uhr können junge Naturforscher ab sechs Jahren und erwachsene Begleitpersonen die Natur auf dem Museumsgelände näher erkunden und kreativ werden. Die monatlich wechselnden Themen und Termine sind  im Internet zu finden.

Schmiedevorführung mit Mitmachaktion

Am Sonntag (9.1.) können Interessierte von 11 bis 18 Uhr das traditionelle Handwerk im Museum erleben, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe lädt zur Schmiedevorführung mit Mitmachaktion auf die Zeche Nachtigall ein. In der Kohlenglut erhitzt der Museumsschmied das rohe Eisen, um es anschließend mit Hilfe von Hammer, Amboss und Lochplatten in die gewünschte Form zu bringen. So entstehen Haken, Nägel und auch individuelle Schmuckstücke. Interessierte Besucherinnen und Besucher dürfen sich unter Anleitung auch selbst am Kohlenfeuer ausprobieren und kunstvolle Schmiedestücke anfertigen.

Übrigens: Am Sonntag wird auf Nachtigall zwischen 14.30 und 15 Uhr zudem die Dampfmaschine angeworfen. Sie gilt als Meisterwerk der Technikgeschichte. Maschinen wie diese transportierten nicht nur viele Tonnen Steinkohle nach über Tage, auch die Pumpen zur Entwässerung der Gruben wurden von ihnen angetrieben. Im Rahmen einer Führung können Teilnehmende die Funktion der Dampfmaschine erleben.

Die  Zeche Nachtigall ist ein Ankerpunkt auf der Route Industriekultur.

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