Zeche Friedrich Heinrich soll neuer Ankerpunkt werden

Die Zeche Friedrich Heinrich in Kamp-Lintfort soll als 27. Ankerpunkt in die Route Industriekultur aufgenommen werden.

Das hat der Planungsausschuss des Regionalverbands Ruhr (RVR) in seiner Sitzung am 17. Februar 2021 einstimmig empfohlen. Die endgültige Entscheidung über die Aufnahme trifft der Verbandsausschuss am 8. März.

Die Stadt Kamp-Lintfort hat bereits 2019 im Vorfeld der Landesgartenschau beantragt, die ehemalige Zeche als neuen Ankerpunkt aufzunehmen. Ein Experten-Gremium, das sich im vergangenen Jahr intensiv mit dem Standort und seiner Perspektive beschäftigte, unterstützt die Bewerbung einstimmig. Die Fachleute heben in ihrer Stellungnahme das außergewöhnliche Potenzial des Standorts hervor und betonen, dass es sich um einen industriekulturellen Kristallisationspunkt am linken Niederrhein handelt. Die Zeche Friedrich Heinrich mit verschiedenen Objekten im direkten Umfeld sei ein herausragendes Beispiel, bei dem die Struktur eines "Reviers der großen Dörfer" noch gut nachvollziehbar sei. Industriegeschichtlich ist Friedrich Heinrich von Bedeutung, da es sich um die erste mechanisierte Zeche in den 1950er-Jahren handelte.

Ausdrücklich begrüßt wird die Aktivität des Fördervereins als authentischer Vermittler der Geschichte des Ortes. Die Zeche ist zudem über das Radwegenetz gut ans Radrevier Ruhr angebunden. Ein Signalobjekt und eine Informationsbramme markieren künftig den neuen Ankerpunkt. (idr)

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