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Die geforderte Kraft

Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv, Dortmund

„Zeit ist Geld, und hier im Hafen hat man keine Zeit.“ So ein Mitarbeiter des Hamburger Containerhafens. Er ist begeistert von der Lösung des Problems: die schnellen und einfach bedienbaren batteriebetriebenen Elektrogabelstapler von Varta.

Filmografische Angaben

Produzent: Film für Industrie und Wirtschaft Frank Albrecht, Hamburg
Auftraggeber: Varta Batterie AG, Hagen
Produktionsjahr: 1974
Sprache: deutsch
Laufzeit: 16 Minuten
Format: 16-mm-Lichtton, Farbe
Archiv: Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv, Dortmund

3er Block

Zum Inhalt

Die Elektrogabelstapler werden auf dem großen Gelände des Hamburger Großmarkts oder in einem Kühlhaus in Köln genutzt, wo man dank der modernen Flurförderzeuge bei der Arbeit „seines Lebens sicher ist“, wie die Stimme eines Arbeiters aus dem Off bezeugt. Der Film zeigt dann ausführlich die Funktionsweise der Fahrzeuge und betont deren Vorteile gegenüber dieselbetriebenen Fahrzeugen bei einem ausführlichen Wirtschaftsvergleich. Dann werden noch computergesteuerte Zugfahrzeuge genannt, die auf einem Schienennetz durch ein großes Lager fahren. Eine Innovation ist dabei die Batteriewechselanlage, die auch von der Bundesbahn und der Bundespost genutzt wurde.

Zur Filmproduktion

Der Stil des Films aus dem Jahre 1974 ist größtenteils schlicht und technisch, allerdings bringen O-Töne von Arbeitern aus verschiedenen Regionen Nord- und Westdeutschlands eine gewisse Frische und Lebensnähe in die Sequenzen über die verschiedenen Anwendungsbereiche hinein. Die Produktion macht einen professionellen Eindruck dank des Teams der Produktionsfirma „Film für Industrie und Wirtschaft Frank Albrecht“ aus Hamburg.

Hintergründe der Filmproduktion

Es handelt sich bei „Die geforderte Kraft“ um einen Dokumentarfilm für Kunden und Geschäftspartner der Varta Batterie AG aus Hagen, der einen Einblick in die Funktionsweise und die mögliche Verwendung von batteriebetriebenen Flurförderzeugen geben sollte. Der im Mittelpunkt des Films stehende Gabelstapler wird als besonders sicher, abgasfrei und geräuscharm beschrieben. Schon in den 1910er-Jahren gehörten Umwelt- und Arbeitsschutzargumente zu den Kernbotschaften der Werbung des Hagener Unternehmens Varta, der früheren Akkumulatorenfabrik Hagen (AFA), für den Einsatz von Elektromobilen. In den 1920er-Jahren erhielt der Umweltdiskurs durch die Heimat-, Naturschutz- und auch die Jugendbewegung einen neuen Aufschwung. Nicht nur in der freien Wirtschaft, sondern auch in den Kommunen setzte man auf elektrische betriebene Spezialfahrzeuge, die mit besonderen Kipp- und Schüttvorrichtungen ausgestattet waren. Die Varta Batterie AG arbeitete mit allen Herstellern von Elektrofahrzeugen zusammen; ihre Batterien waren seit Beginn des 20. Jahrhunderts auf dem Markt und trugen seitdem zur Entwicklung der Elektromobilität bei. So gründeten Varta und Volkswagen 2009 ein Joint-Venture zur Erforschung von Lithium-Ionen-Akkumulatoren, an denen beide Unternehmen zu 50 Prozent beteiligt waren.

Dr. Kathrin Baas
Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv, Dortmund
k.baas@dortmund.ihk.de
+49 (0)231/5417176
Märkische Straße 120, 44141 Dortmund