Aktuelles auf der Route Industriekultur

Aufsichtsrat beschließt Absage der diesjährigen Ruhrtriennale

Die Ruhrtriennale 2020 wird nicht stattfinden. Das hat der Aufsichtsrat der Kultur Ruhr GmbH unter Vorsitz der NRW-Kultusministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie einstimmig beschlossen. Die Gesellschafterversammlung hat diesen Beschluss bestätigt.

Das Festival der Künste lädt jedes Jahr zeitgenössische Künstler und Künstlerinnen ein, die monumentale Industriearchitektur der Metropole Ruhr zu bespielen. Hallen, Kokereien, Maschinenhäuser, Halden und Brachen des Bergbaus und der Stahlindustrie verwandeln sich in beeindruckende Spielorte für Kunst an den Schnittstellen von Musiktheater, Schauspiel, Tanz, Performance und Bildender Kunst und machen die Ruhrtriennale zu einem weltweit einzigartigen Festival.

Die Ruhrtriennale hätte vom 14. August bis 20. September 2020 stattfinden sollen. Das diesjährige Programm sah 33 Produktionen und Projekte vor - davon zwölf Ur- und Erstaufführungen - in 17 verschiedenen Spielstätten in Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen, Gladbeck und Wuppertal. Beteiligt waren 700 Künstlerinnen und Künstler aus rund 40 Ländern. Im Schnitt verzeichnet die Ruhrtriennale jährlich rund 60.000 Besucherinnen und Besucher.

Die Programmausrichtung wird maßgeblich von der Intendanz bestimmt, die alle drei Jahre neu berufen wird. Die Intendantin der Festivalausgabe von 2018 - 2020 ist Stefanie Carp, die ihre Spielzeiten unter das Motto „Zwischenzeit” gestellt hatte. Die Entscheidung, die Ruhrtriennale abzusagen, hält sie „für viel zu verfrüht. Es scheint, dass die Theater im September wieder öffnen dürfen. Ich werde versuchen, für einige Projekte der Ruhrtriennale neue Aufführungsorte in Nordrhein-Westfalen zu finden, um so ein paar der Produktionen dennoch zu zeigen.”

Bereits gekaufte Karten werden zurückerstattet. Bei Fragen steht die Ticket-Hotline zur Verfügung: 0221/28021.

www.ruhrtriennale.de

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