DASA Arbeitswelt Ausstellung Dortmund

Arbeit und Abenteuer

Dass sich selbst hochkomplexe Themen spannend und innovativ aufarbeiten lassen, stellt seit 1993 die DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund unter Beweis. Die preisgekrönte Erlebnissausstellung nähert sich der Beziehung zwischen Mensch, Technik und Arbeit und beleuchtet in ihrer Dauerausstellung ebenso wie in gefeierten Sonderschauen Themen wie Industrialisierung, Sicherheit und Fabrikarbeit. Zugleich werden ganz bewusst auch moderne Arbeitswelten und Aspekte der Digitalisierung aufgegriffen. Das Ausstellungskonzept setzt dabei auf sinnliches Erleben, "handfeste" Erfahrungen und multimediales Entdecken. Das Thema Arbeitsschutz gleichwohl spielte schon im 19. Jahrhundert eine durchaus wichtige Rolle.

DASA Award

Innovative Bildungs- und Vermittlungskonzepte in der Museumslandschaft werden seit 2011 jährlich von der European Museum Academy mit dem DASA Award ausgezeichnet. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem das Staatliche Museum für Ärchäologie in Chemnitz (2018), das Design Museum Kopenhagen (2017) und das Micropia in Amsterdam (2016).

European Museum Academy

Stadthygiene und Arbeitsschutz

Auch das war eine Innovation: Am 12. Mai 1883 eröffnete Kronprinz Friedrich Wilhelm in Berlin die "Allgemeine Deutsche Ausstellung auf dem Gebiet der Hygiene und des Rettungswesens" - die erste Schau im Deutschen Reich, die sich ausschließlich mit hygienischen Fragen auseinandersetzte. Verteilt auf 25 Pavillons konnten sich die Besucher über Themen wie Armenpflege, Stadthygiene und Abwasserbeseitigung und vor allem über die entsprechenden Errungenschaften der deutschen Wirtschaft und Wissenschaft informieren. Erst ein Jahr zuvor etwa hatte Robert Koch Tuberkelbazillen entdeckt - die nun medienwirksam präsentiert wurden. Die Ausstellung war ein Publikumserfolg und Arbeitsschutz fortan regelmäßig Thema auf den Agenden der Ausstellungshäuser. Mehr noch: Das erste Deutsche Arbeitsschutzmuseum öffnete - in Berlin und hervorgegangen aus der "Ständigen Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt" von 1903 - im Jahr 1927 seine Pforten.

Mensch und Technik

Ihre eigentlichen Anfänge fand die DASA Arbeitswelt Ausstellung schließlich in einem Erlass des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales von 1980: Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Unfallforschung (BAU) in Dortmund wurde mit der Einrichtung einer ständigen Ausstellung für Arbeitsschutz beauftragt. 1993 erfolgte die Teileröffnung der DASA; seit 2000 präsentiert sich die Ausstellung komplett in zwölf Ausstellungseinheiten.

Mensch, Technik, Arbeit: Als Ankerpunkt der Route der Industriekultur setzt sich die DASA in Dortmund mit den vielfältigen Aspekten einer Beziehung auseinander, die das Ruhrgebiet als gewachsene Montan- und Industrieregion prägte wie letztlich keine andere. Unter dem Motto "Schuften in Schichten" widmet sie sich dabei unter anderem gezielt auch der Arbeit und dem Alltag in der Eisen- und Stahlindustrie.

Innovative Erlebnisausstellung

Als ständige bildungsaktive Einrichtung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin macht die DASA den Arbeitsplatz zum Abenteuer: Die innovative Erlebnisausstellung bindet technische Objekte, etwa einen Original E-Ofen von 1955, ebenso ein wie künstlerische Szenografie und multimediale Stationen, wenn es darum geht, Arbeitswelten von gestern, heute und morgen zu erleben. So können Besucher etwa in der Tunnelbaustelle hautnah erfahren, wie ohrenbetäubend Lärm ist, ihr Können am Flug- oder Lkw-Simulator testen oder im Wirbelgang den eigenen Rücken auf den Prüfstand stellen. Regelmäßig ergänzen Sonderausstellungen das Konzept um neue, spannende Aspekte. Zum 25. Bestehen der DASA im Jahr 2018 zählte die Arbeitswelt Ausstellung bereits mehr als vier Millionen Gäste.

Die DASA Arbeitswelt Ausstellung ist Standort folgender Themenrouten:

Tipps für Ihren Besuch

Duftorgel in der Arbeitswelt Lebensraum in der DASA in Dortmund.

Zukunft und Vergangenheit

Wie werden wir in der Welt von morgen arbeiten? Nehmen uns künftig Roboter und Avatare Aufgaben ab? Zählen menschliche Fähigkeiten überhaupt noch? Und wie war es eigentlich früher? Die Themenbereiche "Neue Arbeitswelten", "Kampf für eine bessere Arbeitswelt" und "Lebensraum Arbeitswelt" widmen sich der Geschichte des Arbeitsschutzes und den Herausforderungen der Zukunft.

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Zeitmaschine in der Ausstellung "Jede Menge Spannung" in der DASA in Dortmund.

Auf Nummer sicher

Elektrizität, Chemikalien, Lärm, Hitze, körperliche Höchstleistungen: Arbeit ist mitunter gefährlich. Die Themenbereiche "Unsichtbare Gefahren", "Jede Menge Spannung" und "Mehr Sicherheit am Bau" zeigen Probleme auf - aber auch Lösungsansätze. Besucher werden hier in eine Zeitmaschine gesetzt oder entdecken am Steuerstand des Kraftwerks "Westfalen" Notfallmaßnahmen im Jahr 1969.

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Lkw-Simulator in Bereich "Transportieren" in der DASA in Dortmund.

Arbeitswelten

Eine Geisterbahn im Museum? Warum nicht? In den Bereichen "Im Wettlauf der neusten Nachrichten", "Schuften in Schichten" und "Transportieren und Befördern" setzt sich die DASA mit verschiedenen Berufsgruppen - Stahlarbeitern, Druckern oder Lkw-Fahrern - auseinander. Die Geisterbahn "DASA-Drom" holt dabei aus dem vermeintlich trockenen Thema innerbetrieblicher Transport das Spannendste heraus.

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Webstühle in der Ausstellung "Im Takt der Maschinen" in der DASA in Dortmund.

Arbeitsweisen

Im Zuge der Industrialisierung wird das Leben zusehends von Maschinen bestimmt. Die Arbeitsbedingungen jedoch machte das damals nicht unbedingt leichter. Und heute? Ist es der Computer, der unseren Tagesablauf beherrscht. Die Ausstellungsbereiche "Im Takt der Maschine" und "Am Bildschirm" untersuchen vergangene, gegenwärtige und zukünftige Arbeitsweisen. Besucher erwartet unter anderem das größte Notebook der Welt.

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DASA Arbeitswelt Ausstellung Dortmund
besucherdienst-dasa@baua.bund.de
+49 (231) 90712645
Friedrich-Henkel-Weg 1-25, 44149 Dortmund
Menschen und Macher: Kronprinz Friedrich Wilhelm

Menschen und Macher: Kronprinz Friedrich Wilhelm

Kronprinz Friedrich Wilhelm

Kronprinz Friedrich Wilhelm, geboren 1831, wurde am 9. März 1888 nach dem Tod seines Vaters Wilhelm I. zum König von Preußen und Deutschen Kaiser ernannt. Zu diesem Zeitpunkt bereits schwer an Kehlkopfkrebs erkrankt, ging Friedrich III. letztlich jedoch weniger wegen seiner politischen Entscheidungen, denn wegen der Kürze seiner Regentschaft in die Annalen ein: Nach nur 99 Tagen im Amt verstarb er am 15. Juni 1888 im Neuen Palais in Potsdam. Auf den „99-Tage-Kaiser“, der schon seine Zeit als Kronprinz weitgehend im Schatten seines Vaters und Otto von Bismarcks verbracht hatte, folgte dessen Sohn Wilhelm II.