Halde Rheinelbe Gelsenkirchen

Künstlerisch gestalteter Naturraum

Sie dienten als Fundament der Dortmunder Zeche Fürst Hardenberg und führen heute direkt in den Himmel: 35 Betonquader hat der Künstler Herman Prigann zu einem Turm gestapelt - Ziel seiner "Himmelstreppe", die das Gelände der Zeche Rheinelbe weithin überragt. Weitere seiner Arbeiten entdecken Gipfelstürmer im "Skulpturenwald" wie nebenbei beim Aufstieg. Neben der Kunst, hat sich die Natur die Halde erobert. Ganz ohne Plan und ohne menschliches Zutun.

Reportage im Wandermagazin

Das Wandermagazin widmete sich 2018 in einem Schwerpunktbericht dem Ruhrgebiet und der Route der Industriekultur. Die mehrseitige Reportage stellt neben den Halden Rheinelbe und Haniel vor allem das Muttental und die Geschichte des Ruhrbergbaus in Wort und Bild vor. Die komplette Reportage kann hier als PDF geladen werden:

Reportage Wandermagazin

Dreiklang von Mensch, Natur und Technik

Die Zeche Rheinelbe, gegründet 1861, wurde bereits 1928 wieder stillgelegt. Die dazu gehörigen Halden jedoch blieben weiter in Betrieb - sie wurden weiter aufgeschüttet, aber auch wieder abgetragen, wenn die Berge, also das Restmaterial, als Baustoff benötigt wurde. 1999 erfolgte die letzte Aufschüttung auf Rheinelbe; die mächtige Halde südlich der ehemaligen Kray-Wanner-Bahnlinie war "fertig" – und wurde zu einem wichtigen Projekt der Internationalen Bauausstellung (IBA) Emscher Park. Der Recklinghäuser Künstler Herman Prigann arbeitete die ehemalige Schutthalde in ein Kunstkonzept ein: Aus der Industriebrache, auf der sich seit der Stilllegung der Zeche Wald und Vegetation ausbreiten konnten, entstand in den folgenden Jahren eine Art Erlebnislandschaft zum Dreiklang von Mensch, Natur und Technik. Spiralförmig angeordnete Wege führen hinauf bis zur rund zehn Meter hohen "Himmelstreppe"; im "Skulpturenwald" finden sich Reste abgerissener Industrieanlagen, die sich erst bei näherem Hinschauen als Kunstwerke aus Beton, Stahl und Naturmaterialien erschließen.

Führungen durch artenreichen Industriewald

Der Industriewald auf dem Haldengelände ist mittlerweile wichtiger Lebensraum für zahlreiche Pflanzen- und Tierarten. In der ehemaligen Umspannstation der Zeche Rheinelbe hat die Forststation Rheinelbe eine neue Heimat gefunden - die größte Station des Ruhrgebiets. Hier werden unter anderem Erlebniswanderungen für Erwachsene und Kinder angeboten.

Forststation Rheinelbe

Halde Rheinelbe
Leithestraße, 45886 Gelsenkirchen

Die Halde Rheinelbe aus der Luft

Mit seiner Drohne war Fotograf Ludger Staudinger im Auftrag des Regionalverband Ruhr in Gelsenkirchen unterwegs und liefert beeindruckende Aufnahmen der Halde Rheinelbe.