Krupp und die Stadt Essen

Zeugen einer wechselhaften Geschichte

Krupp ist Essen und Essen ist Krupp: Diese zentrale Aussage symbolisiert die enge, durchaus wechselhafte und nicht immer spannungsfreie Geschichte, die das Unternehmen Krupp seit seiner Gründung im Jahr 1811 mit der Stadt Essen verbindet. Die Themenroute 5 präsentiert Stationen der Geschichte von Krupp und Essen, die exemplarisch die Entwicklung der Stadt unter wachsendem und wieder schwindendem Einfluss der Montanindustrie verdeutlichen. 

Themenroute 5

Die Themenroute Krupp und die Stadt Essen liefert über die Betrachtung von 39 Orten Einblick in die Familien- und Unternehmensgeschichte, nähert sich aber zugleich auch der Essener Stadtgeschichte selbst an. Sollten die für die Standorte erstellten Lesezeichen im PDF nicht automatisch angezeigt werden, können Sie diese oben in Ihrem Browser aktivieren.

PDF: Themenroute 5

Industrierelikte und Erinnerungen an Zwangsarbeiter

Auf über 230 Hektar erstreckte sich einst die Krupp'sche Gussstahlfabrik - von der heutigen Essener Innenstadt bis zum Rhein-Herne-Kanal. Ein Großteil der "Krupp-Stadt" ist im Bombenhagel des Zweiten Weltkrieges verschwunden. Doch es gibt in Essen noch heute eine beträchtliche Anzahl von Erinnerungsorten, an denen sich die die über 200-jährige facettenreiche und spannende Krupp-Historie in Essen ablesen lässt. Darunter befinden sich spektakuläre Orte wie die Margarethenhöhe oder die 8. Mechanische Werkstatt, die mittlerweile über eine eigene touristische und kulturelle Anziehungskraft verfügen. Es gibt aber auch verborgene, nicht so glanzvolle Stationen, wie die Gedenktafeln an der Humboldt- und Grunertstraße, die an KZ-Häftlinge und Kriegsgefangene erinnern, die unter unmenschlichen Bedingungen für Krupp arbeiten mussten. Die neue Hauptverwaltung des Unternehmens, das "ThyssenKrupp Quartier", schließlich markiert mit seinem spektakulären Erscheinungsbild das Ende einer Ära, aber auch einen Neuanfang.