Industrienatur

Neue Vielfalt auf alten Brachen

Der Begriff „Industrienatur“ scheint zunächst ein Widerspruch in sich selbst zu sein. Durch die industrielle Tätigkeit wurden im Ruhrgebiet viele Flächen völlig verändert: Wo zuvor Felder, Wiesen und Äcker waren, entstanden Zechen, Bergehalden, Stahlwerke und Deponien. Schon als die Werke noch in Betrieb waren, siedelten sich hier und dort vereinzelt Pflanzen und Tiere neu an. Nach der Stilllegung eroberte die Natur die Flächen dann mit rasender Geschwindigkeit zurück.

Themenroute 24

Diese Themenroute fasst besonders schöne und interessante Industriebrachen mit ihrer einzigartigen Naturvielfalt zur "Route Industrienatur" zusammen. Sollten die für die Standorte erstellten Lesezeichen im PDF nicht automatisch angezeigt werden, können Sie diese oben in Ihrem Browser aktivieren.

PDF: Themenroute 24
Film zur Route Industrienatur

Natur in Bewegung

Industriebrachen - auch die, die mittlerweile durch die Ansiedlung von Museen oder Unternehmen neu genutzt werden - erregen vor allem dadurch besondere Aufmerksamkeit, weil sie im Vergleich zu anderen städtischen Biotopen oder land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen einen großen Artenreichtum aufweisen. Tatsächlich beherbergen sie durchaus die artenreichsten Lebensgemeinschaften in Deutschland und stehen bei Naturwissenschaftlern und Naturschützern "hoch im Kurs". Es gibt seltene Arten, eine farbenprächtige Blütenfülle sowie skurrile Wuchsformen zu entdecken - sämtlich bestens angepasst an teils schwierige Bedingungen. Die besondere Schönheit und Faszination der Brachen liegt dabei in der eigenwilligen und ungewohnten Verbindung von Industrie-Relikten und wilder Natur. Besucher und Besucherinnen erwarten hier Geschichten von Naturerlebnissen der ganz besonderen Art.