Sakaralbauten

Orte des Glaubens und der Andacht

Ein vielfach unbekanntes, aber bedeutendes Kapitel der Industriekultur schreiben die Orte des Glaubens und der Andacht. Die Kulturlandschaft des Ruhrgebiets bietet theologisch Interessierten, Historikern und Kunsthistorikern, Einheimischen wie Touristen eine faszinierende Fülle an Sakralbauten des Industriezeitalters - und bleibt dabei keinesfalls auf die beiden großen christlichen Konfessionen beschränkt.

Themenroute 26

Die Themenroute Sakralbauten umfasst insgesamt 72 unterschiedliche Standorte - christliche Gotteshäuser ebenso wie Moscheen oder Tempel. Sollten die für die Standorte erstellten Lesezeichen im PDF nicht automatisch angezeigt werden, können Sie diese oben rechts in Ihrem Browser aktivieren.

Themenrouten-PDF

Vielfalt in Glaubensrichtungen und Bauweisen

Migrantinnen und Migranten aller Epochen brachten und bringen bis heute ihren Glauben mit und bereichern dadurch die seit der Reformation statische Konfessionsstruktur zwischen Ruhr und Lippe. Offenkundig wurde dies etwa durch die enorme Zunahme an Kirchenbauten beider christlicher Konfessionen vor dem Ersten Weltkrieg: In Dörfern, die sich nun zu Bergbaustädten wandelten, wurden alte kleine Kirchen abgerissen und durch neue, prächtigere oder größere Bauten ersetzt, die mehr Menschen fassen konnten. Vorherrschender Baustil war damals die Neugotik. In der Weimarer Zeit entstanden bemerkenswerte Neubauten vorrangig im Backsteinexpressionismus. Zudem liefert die Route anschauliche Belege für den Wandel des Ruhrgebiets hin zu einer multikulturellen Metropole Ruhr - und stellt alte und neue Synagogen, orthodoxe Gotteshäuser, Moscheen oder den Hindutempel in Hamm vor.